Fatemeh Jamalpour () ist eine iranische Journalistin und Autorin. Sie wurde als Mitautorin (mit Nilo Tabrizy) des Sachbuchs For the Sun After Long Nights: The Story of Iran's Women-Led Uprising (2025) bekannt.

Leben Jamalpour arbeitete in Teheran für die reformorientierte Tageszeitung Shargh. Sie war 2014 kurzzeitig in Gewahrsam, nachdem Frauen bei einem Volleyballspiel in Teheran abgewiesen worden waren. Später arbeitete sie in London als Journalistin in der Nachrichtenzentrale bei BBC World und in Teheran als Korrespondentin der Los Angeles Times. Wegen ihrer menschenrechtsbezogenen Berichterstattung wurde sie von iranischen Behörden wiederholt verhört, festgenommen und inhaftiert. Das iranische Geheimdienstministerium untersagte ihr die journalistische Arbeit im Iran.

Wirken In For the Sun After Long Nights schildert Jamalpour zusammen mit Nilo Tabrizy die „Frau, Leben, Freiheit“-Proteste und deren Niederschlagung durch das Mullah-Regime. Der Text ist in wechselnden Ich-Perspektiven aus Briefen der Autorinnen aufgebaut, wobei Jamalpour aus Teheran und Tabrizy aus dem Ausland berichtet. Das Werk war 2025 in der Vorauswahl der National Book Awards. Jamalpour veröffentlichte zudem Beiträge im Time-Magazin. In Index on Censorship erschien 2026 ihr Beitrag The secret graffiti grandma of Tehran.

Einzelnachweise

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