mini|hochkant|Kirche Berthelsdorf (Erzgebirge) Die evangelische Kirche Berthelsdorf (Erzgebirge) ist eine neuromanische Saalkirche im Ortsteil Berthelsdorf von Weißenborn/Erzgeb. im Landkreis Mittelsachsen in Sachsen. Sie gehört zur Kirchgemeinde Brand-Erbisdorf – Lichtenberg – Weißenborn im Kirchenbezirk Freiberg der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.
Geschichte und Architektur Die älteste Erwähnung einer Kirche in Berthelsdorf erfolgte 1346. Berthelsdorf besaß seit 1756 inmitten eines ummauerten Kirchhofs eine barocke Saalkirche mit Dachreiter. Diese wurde in den Jahren 1881–83 nach Plänen von Gotthilf Ludwig Möckel grundlegend umgebaut. Restaurierungsarbeiten erfolgten in drei Bauabschnitten in den Jahren 1992–2007.Die Berthelsdorfer Kirche und ihr „Schicksalsturm“ Das Bauwerk ist ein Sandsteinbau mit dreiseitigem Chorschluss und ist mit einem Walmdach mit Satteldachgaupen gedeckt. Große mehrteilige Gruppenfenster, zusammengesetzt aus einem oder zwei Rechteckfenstern und einem rundbogigen Fenster innerhalb eines Rundbogengewändes, erhellen das Innere. An der Ostseite ist eine Sakristei mit Walmdach und einem Zwillingsfenster angefügt. Ein aufwändiges Portal im Westen aus Cottaer Sandstein, mit einem Relief des Gotteslamms im Tympanon erschließt das Bauwerk.
Die Turmhalle ist mit einem Kuppelgewölbe geschlossen, das mit einer Aussparung für die ehemaligen Glockenseile und einer Holzempore auf floral geschmückten Konsolen versehen ist. Der Saal zeigt eine einheitliche Gesamtausstattung; eine kassettierte Holzdecke ist mit sparsamer ornamentaler Malerei versehen. Ein Triumphbogen führt zum Chor. Die eingeschossigen hölzernen Emporen an drei Seiten und das Gestühl sind im rotbraunen Naturton des Holzes gehalten.
Ausstattung Die Ausstattung stammt aus der Entstehungszeit. Ein neuromanischer Sandstein-Altar bildet das Hauptstück, vor dem Altar befinden sich gusseiserne Schranken. Der Kanzelkorb aus ungefasstem Holz ruht auf einem Sandsteinpfeiler. Die sandsteinerne Taufe ist mit sparsamem ornamentalem Schmuck versehen. Das farbig gefasste Lesepult stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Farbglasfenster sind ebenfalls mit Ornamenten verziert.
Die Orgel mit schlichtem Prospekt ist ein Werk von Jehmlich aus dem Jahr 1903 mit 18 Registern auf zwei Manualen und Pedal und wurde 1997 durch Georg Wünning restauriert.
Literatur
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Mittelsachsen Kategorie:Kulturdenkmal in Weißenborn/Erzgeb. Kategorie:Kirche in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Kategorie:Saalkirche in Sachsen Kategorie:Neuromanisches Kirchengebäude Kategorie:Neuromanisches Bauwerk in Sachsen Kategorie:Bauwerk von Gotthilf Ludwig Möckel Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa