José Jesús Villa Pelayo (* 6. November 1962 in Caracas) ist ein venezolanischer Dichter, Essayist, Rechtsanwalt und Denker. Sein Werk zeichnet sich durch eine Verbindung von Philosophie und Lyrik aus, die oft als „gnostische Poetik“ beschrieben wird. Er ist ein aktives Mitglied der Freimaurerei in Venezuela, was sich in seiner humanistischen und symbolischen Weltsicht widerspiegelt.
Leben und Werk Villa Pelayo studierte Literaturwissenschaft an der Escuela de Letras der Universidad Central de Venezuela (UCV). Er war Schüler bedeutender Autoren wie Rafael Cadenas (Cervantes-Preisträger) und Ida Gramcko. Sein Erstlingswerk Nueva York (1992) erhielt eine ehrenvolle Erwähnung durch eine Jury, der auch Cadenas angehörte.
Ein zentrales Merkmal seiner Arbeit ist der sogenannte „ästhetische Bilinguismus“. Sein bedeutendstes Werk im lusophonen Kontext ist Mariana de Coimbra (1999), in dem er die Stimme einer fiktiven mystischen Trobadora aus dem 12. Jahrhundert rekonstruiert.
Internationale Rezeption 1991 wurde er in die neapolitanische Anthologie Altri Termini aufgenommen, neben Autoren wie Octavio Paz und Edoardo Sanguineti. Seine Gedichte wurden zudem in italienischen Fachzeitschriften wie Gli Immediati Dintorni veröffentlicht.
Werke (Auswahl) Una hiedra negra para Sashne (1990) Nueva York (1992) Mariana de Coimbra (1999) Antología 1985–2009 (2010) Elegía para un mago de Venecia (2016) – Premio Stefania Mosca. Maraclea de Seforis (2024).
Einzelnachweise
Weblinks Junge venezolanische Lyrik – Gina Saraceni (spanisch)
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