Madeline von Foerster (* 1973 in San Francisco, Kalifornien) ist eine amerikanisch-deutsche Künstlerin. Sie malt vor allem Stillleben und für manche ihrer Gemälde verwendet sie eine fünf Jahrhunderte alte Mischtechnik aus Öl und Eitempera, die von den flämischen Renaissance-Meistern entwickelt wurde. In ihren Werken stellt sie das Kuriose und Abseitige, das Mysteriöse und Fabelhafte dar.
Leben und Werk Von Foerster ist in San Francisco aufgewachsen und ist die Enkelin des Physikers Heinz von Foerster, der 1949 aus Wien in die USA emigrierte und dort zu einem Vordenker der künstlichen Intelligenz wurde. Ihre Großmutter stammt aus Mannheim. Sie studierte von 1991 bis 1992 Kunst an der Freien Kunstschule Rhein-Neckar in Mannheim und anschließend bis 1998 am California College of Arts and Crafts in San Francisco.http://www.madelinevonfoerster.com/Magazine_PDFs/M_von_Foerster_ART_2015.pdf
In Kalifornien sah sie die Gemälde flämischer Maler des 15. Jahrhunderts auf Abbildungen und später in New York lernte sie auch Originale kennen. Sie versuchte eine ähnliche Präzision und Leuchtkraft bei ihren Werken zu erzielen und stieß im Internet auf eine Mischtechnik aus Ei-Tempera und Öl. Daraufhin besuchte sie 2004 und 2006 den Intensivkurs Alte Meister, neue Visionen in der Misch-Technik bei Philip Rubinov-Jacobson in Reichenau. Seit 2008 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und nach 15 Jahren in New York City lebt und arbeitet sie seit 2012 in Köln.http://www.madelinevonfoerster.com/Magazine_PDFs/M_von_Foerster_ART_2015.pdf
Von Foerster verbindet historische Symbolik mit aktuellen Umwelt- und Gesellschaftskritiken, etwa durch Darstellungen von ausgerotteten Tierarten, invasiven Pflanzen und menschlichem Raubbau an der Natur. Sie greift die Tradition der Wunderkammern des Barock auf, in denen Natur, Kunst und Wissenschaft vereint wurden, und interpretiert sie modern, um die Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur zu verdeutlichen. Ihre Frauenfiguren, inspiriert von manieristischen Malern, symbolisieren Entfremdung und Fabelwesen, die die menschliche Distanz zur Natur darstellen. Die Temperamalerei, die in ihrer Blütezeit im Mittelalter und in der Ikonenmalerei verwendet wurde, ermöglicht präzise Konturen und leuchtende Farben, die durch die Kombination mit Öl lebendig wirken. Foerster beginnt mit einer detaillierten Zeichnung, arbeitet mit Lasuren und Lasurüberzügen, hebt Highlights mit weißer Eitempera hervor und versiegelt das Werk mit Firnis.https://www.nordart.de/fileadmin/downloads/kuenstler/2025/Welt/NordArt2025_230_Madeline_von_Foerster.pdf
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Publikationen vorgestellt, darunter 100 Painters of Tomorrow (Thames and Hudson, 2014) und ein achtseitiger Artikel in der deutschen Zeitschrift Art. Sie war Gegenstand eines Fernsehporträts in der ARTE-Sendung Metropolis, die in Deutschland und Frankreich ausgestrahlt wurde.
Ausstellungen (Auswahl) 2005: Kunst der Neuen Bewegung, Pop Art Studios, Miami 2005: Das innere Auge: Ausgewählte Werke der Society for Art of Imagination, Interart Gallery, New York City 2005: Heilige Geometrie, OnSix Gallery, San Francisco 2006: Desires Distilled, Fuse Gallery, NYC 2008: Waldkammer, Strychnin Gallery, Berlin 2010: Reliquaries, Strychnin Gallery, Berlin 2011: The Golden Toad, Roq La Rue Gallery, Seattle 2017: Guillermo del Toro: At Home with Monsters, Minneapolis Institute of Art 2017: Sonderausstellung zur Biodiversität,. Chia-Yi Municipal Museum, Taiwan 2020: Nature Vive, Christuskirche, Köln 2022: Grenzgänger, Wollongang Museum, New South Wales, Australien 2023: Roq La Rue Gruppenausstellung zum 25-jährigen Jubiläum, Teil 1, Roq La Rue Galerie, Seattle 2024: Egg Si Bischen, Galerie Lukas Feichtner, Wien 2025: NordArt, Kunstwerk Carlshütte, Büdelsdorf 2025: BIRDS IN ART, Leigh Yawkey Woodson Art Museum, Wausau, USA 2025: LEWIS CAROLL II, Haven Gallery, Northport 2026: Die Spiele Des Eros - Eine Fröhliche Naturbetrachtung (The Games Of Eros - A Joyful Investigation Of Nature), Frauenmuseum Bonn
Sammlungen Nevada Museum of Art Kunstmuseum Reutlingen Sammlung der Stadt Köln Kölnisches Stadtmuseum Whatcom Museum, Bellingham QCC Art Gallery, City University of New York
Weblinks Eigene Website Story Madeline von Foerster
Einzelnachweise
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