Klaus Sängerlaub (* 25. Februar 1941 in Greppin) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Keramiker.
Leben und Werk Sängerlaub machte das Abitur und studierte von 1961 bis 1966 bei Hannes H. Wagner und Lothar Zitzmann an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein Malerei und Grafik. Von 1966 bis 1968 leistete er Wehrdienst in der NVA. Seitdem arbeitet er in Naumburg freischaffend als Maler, Grafiker und, zumeist gemeinsam mit seiner Frau, der Keramikerin Marika Sängerlaub, als Keramiker.
Er war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.
Werke Sängerlaubs aus der vormaligen Kunstsammlung des VEB Leuna-Werke „Walter Ulbricht“ befinden sich in der Kunstsammlung des Landes Sachsen-Anhalt.
Werkbeispiele
Malerei
Ernte in Gröbzig (1969, ÖI, 92 × 124 cm) Landschaft mit weißem Haus (1972, Öl, 44 × 63 cm) Kopie des Gemäldes Preußischer Postdampfer „Königin Elisabeth“ (1987; 48 × 68 cm; Museumsstiftung Post und Telekommunikation, Inv. 3.0.253)
Keramische Werke im öffentlichen Raum
Springbrunnen (Ende der 1970er Jahre; mit industriell gefertigten Steinzeugröhren; mit Marika Sängerlaub; Naumburg, Holzmarkt; um 2000 abgebaut und entsorgt) Hase und Igel (1971, Wandgestaltung, Putzkeramik; Halle, Haus Sanddornweg 14/15) Spielmauer (1974, Beton und Klinker, 1,50 × 10,00 m; Merseburg, Marx-Engels-Platz) Märchen aus den Baltischen Sowjetrepubliken (1986; fünf Relieftafeln an freistehender Wand; Halle/Saale, Freifläche Am Meeresbrunnen)Baltische Märchen: Relief in Halle-Neustadt ist restauriert: Halle (Saale) - Händelstadt
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen
1978: Rostock, Galerie am Boulevard (mit Marika Sängerlaub) 1979: Halle/Saale, Galerie im Ersten Stock der Staatlichen Galerie Moritzburg (mit Fritz Müller und Gerhard Schwarz) 1979: Halle, Galerie am Dom (mit Marika Sängerlaub) 2014: Naumburg, Klinik für Gefäßchirurgie im Saale-Unstrut-Klinikum Naumburg (Skizzen, Aquarelle, Pastellarbeiten und Holzdrucke)
Gruppenausstellungen
1969, 1974 und 1979: Halle/Saale, Bezirkskunstausstellungen 1969/1970: Berlin, Altes Museum („Architektur und Bildende Kunst. Ausstellung zum 20. Jahrestag der DDR“) 1974/1975: Frankfurt/Oder, Galerie Junge Kunst („Junge Künstler '74. 1. Jahresausstellung junger bildender Künstler der DDR“) 1976: Berlin, Ausstellungsräume am Fernsehturm („Junge Künstler der DDR“) 1977/1978: Dresden, VIII. Kunstausstellung der DDR 2008 und 2017/2018: 5. und 8. Triennale Kunstausstellung Sachsen-Anhalt Süd
Trivia 1988 fand Sängerlaub auf einem Acker bei Kleinjena ein römisches Achatgefäß vom Typ der AmphorenRömischer Salböl- oder Parfümflakon aus Achat von Kleinjena, Burgenlandkreis :: Landesmuseum für Vorgeschichte Halle :: Ressource :: museum-digital:deutschland und eine römische Münze, die er dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle übergab.Berthold Schmidt und Erhard Schröter: Ein Achatgefäß und weitere römische Importfunde aus dem Saalegebiet. In: Ausgrabungen und Funde. Berlin, 4/1990, S. 195
Literatur
Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 804
Weblinks
Klaus Sängerlaub - Kunst in der DDR / Künstler easydb.archive Charlotte Sattler Fotografie
Einzelnachweise
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