mini|hochkant|Hilary P. Jones Hilary Pollard Jones Jr. (* 14. November 1863 im Hanover County, Virginia; † 1. Januar 1938) war ein Admiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Atlantikflotte, einer Vorgängerorganisation des United States Fleet Forces Commands.

Leben Hilary Jones Jr. war ein Sohn von Hilary Pollard Jones, Sr. (1833–1913) und dessen Frau Claudia Hamilton Marshall (1839–1917). Der Vater diente während des Amerikanischen Bürgerkriegs als Oberst im Heer der Südstaten. Im Jahr 1884 absolvierte der jüngere Hilary Jones die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Admiral.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Im Jahr 1889 war er an der Rettung des Kanonenboots USS Nipsic beteiligt, das durch einen schweren Sturm bei Samoa stark beschädigt worden war. Während des Spanisch-Amerikanischen Kriegs diente Jones an Bord des Kanonenboots USS Dorothea, das vor Kuba als Patrouillenboot eingesetzt war.

In den folgenden Jahren erhielt er erste Kommandos über Kriegsschiffe. Von 1904 bis 1906 kommandierte er die USS Scorpion. Im Jahr 1912 wurde er mit dem Oberbefehl über das Schlachtschiff USS Rhode Island (BB-17) betraut. Dieses Kommando behielt er bis zum Jahr 1913, als er das Kommando über die Marinewerft Washington erhielt.

Nach zwischenzeitlich anderen Verwendungen und dem amerikanischen Eintritt in den Ersten Weltkrieg erhielt er das Kommando über verschiedene Patrouilleneinheiten. Später leitete er eine Abteilung der Transporteinheiten. Im Juni 1921 übernahm Hilary Jones als Nachfolger von Henry Braid Wilson das Kommando über die amerikanische Atlantikflotte, die Vorgängerorganisation des Fleet Forces Command. Dieses Amt bekleidete er bis zum Dezember 1922, als er von John D. McDonald abgelöst wurde. Dieser erhielt aber nach einer vorübergehenden Änderung des Namens dieser Flotte den Titel des Kommandeurs der Scouting Fleet, wie die Atlantikflotte dann bis 1941 bezeichnet wurde.

Zwischen dem 7. Dezember 1922 und dem 3. August 1923 war Hilary Jones erster Kommandeur der damals neu entstandenen United States Fleet, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder aufgelöst wurde bzw. einer Umstrukturierung der US Navy zum Opfer fiel. Zwischen 1923 und 1927 gehörte er dem Beraterstab der amerikanischen Marine an (member the General Board). Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.

Nach seiner Pensionierung war er Delegierter auf einer im Jahr 1927 in Genf abgehaltenen Abrüstungskonferenz und auf einer Marinekonferenz in London. Der mit Virginia Lippincott (1874–1947) verheiratete Offizier starb am 1. Januar 1938 und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen Hilary Jones Jr. wurde im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem die Navy Distinguished Service Medal verliehen.

Weblinks

Jones bei der Destroyer History Foundation (zuletzt abgerufen am 7. März 2026) Jones beim Dreadnough Project (zuletzt abgerufen am 7. März 2026) Artikel über Jones bei der Genfer Konferenz 1927 (zuletzt abgerufen am 7. März 2026)

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