Die Alexanderstraße ist ein Verkehrsweg in Berlin-Mitte, der im 17. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Befestigung der Stadtmauer angelegt wurde. Ihr Verlauf und ihr Name wechselten später.

Lage mini|Berlin-Mitte, mit Alexanderstraße (rechts)Die Alexanderstraße verläuft nordöstlich des Alexanderplatzes von der Karl-Liebknecht-Straße bis zur beginnenden Karl-Marx-Allee, dann in südwestlicher Richtung bis zur beginnenden Grunerstraße und schließlich in südlicher Richtung bis zum S-Bahnhof Jannowitzbrücke. An der Kreuzung zur Brückenstraße geht die Alexanderstraßem in diese über.Alexanderstraße Kauperts mini|links|Berlin-Mitte, 1902 Bis 1933 führte die Alexanderstraße von der Kleinen Alexanderstraße über die Prenzlauer Straße am Alexanderplatz vorbei bis zur Neuen Königstraße und Landsberger Straße, dann nach Südwesten vorbei an der Kaiserstraße und schließlich nach Süden an der Magazinstraße und Holzmarktstraße bis zur Stralauer Straße. Danach gehörte der nordwestliche Teil bis 2006 postalisch zum Alexanderplatz.

Geschichte Spätestens ab 1749 wurde der Weg, der nordöstlich an der ehemaligen Berliner Festungsmauer verlief, als An der Contrescarpe (= vor dem äußeren Festungswall) bezeichnet. Am 29. Mai 1819 wurde er in Alexanderstraße umbenannt wie bereits der anliegende Alexanderplatz nach dem russischen Kaiser Alexander I., der sie 1805 bei seinem Weg nach Berlin gekreuzt hatte.Berlin im Jahr 1819 Berlin Geschichte In dieser Zeit war sie bereits mit Wohn- und Geschäftshäusern bebaut. Die Alexanderstraße war eng mit der Entwicklung des Alexanderplatzes (kurz Alex) verbunden, ein großer Teil der dortigen Gebäude trug ihre Adresse.

Die Nummerierung der Parzellen begann ursprünglich am südlichen Alexanderplatz, lief bis zur Jannowitzbrücke (Nr. 20) und zurück bis zur Neuen Königstraße (Nr. 45). Bis zum Jahr 1933 ging sie noch weiter über die Prenzlauer Straße (Nr. 52) zur Kleinen Alexanderstraße (Nr. 55) und wieder zum Alexanderplatz. Seitdem ist dieser letzte Abschnitt als Alexanderplatz adressiert.

Früher war die Straße deutlich markanter und breiter angelegt (als Teil der Magistrale) und war eine der sternförmig auf den Alex zu- bzw. abführenden Straßen. Durch den Wegfall des Kreisverkehrs für den Alexanderplatz (Ende der 1960er Jahre) und dem späteren Bau des Einkaufszentrums Alexa hat sie nur noch den Charakter einer wichtigen Verbindungsstraße zwischen dem Alex und der Spree (Jannowitzbrücke).

Nach den großflächigen Zerstörungen der Berliner Innenstadt 1943 bis 1945 wurde in den folgenden Jahren die gesamte historische Bebauung der Alexanderstraße abgerissen. An deren Stelle wurden in den 1960er Jahren im Rahmen der umfassenden Neugestaltung dieses Bereiches einige herausragende Neubauten errichtet, die bis in die Gegenwart bestehen. 2006 und 2012 kamen zwei größere Einkaufszentren hinzu.

Gebäude Gebäude seit 1960

In den 1960er Jahren wurden einige Neubauten errichtet, die bis in die Gegenwart bestehen und alle unter denkmalgeschützt sind. Dazu kamen zwei Einkaufszentren seit 2006. (ungerade Nummern sind auf der nordöstlichen Seite)

Gebäude bis 1945

Literatur Gernot Jochheim: Der Berliner Alexanderplatz. Ch. Links, Berlin 2006 (Auszug).

Weblinks

Alexanderstraße, Kauperts Alexanderstraße, DDR-Bildarchiv Alexanderstraße, Luftbilder

Einzelnachweise

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