mini|Margaret Lloyd George, 1918 mini|Christopher Williams: Dame Margaret Lloyd George (1866–1941), 1921 mini|Grabstein für Margaret Lloyd George auf dem Familiengrab der Lloyd Georges in Criccieth, Epitaph auf der Rückseite: „Kraft und Würde sind ihr Gewand. Sie öffnet ihren Mund in Weisheit. Und Unterweisung in Güte ist auf ihrer Zunge.“ Dame Margaret Lloyd George, geborene Owen (* 4. November 1864 in Criccieth, Caernarfonshire; † 20. Januar 1941 ebenda) war eine walisisch-britische Organisatorin für humanitäre Hilfe und eine der ersten sieben Frauen, die 1919 in Großbritannien zur Friedensrichterin (magistrates) ernannt wurden. Sie war von 1888 bis zu ihrem Tod 1941 die Ehefrau des Premierministers David Lloyd George.
Leben Lloyd George war die Tochter von Mary und Richard Owen, einem wohlhabenden Landwirt und Gutachter und Ältestem der methodistischen Capel Mawr in Criccieth, Caernarfonshire. Sie erhielt eine Schulbildung an Dr Williams’ School for Girls in Dolgellau.
Am 24. Januar 1888 heiratete sie, gegen die Wünsche des Vaters, David Lloyd George, der zu der Zeit Solicitor in Porthmadog war. Das Paar bekam fünf Kinder: Richard (1889–1968), der später den erblichen Adelstitel seines Vaters als 2. Earl Lloyd-George of Dwyfor bekam und der eine Biografie über seine Mutter unter dem Titel Dame Margaret: The Life Story of His Mother verfasste, Mair Eluned (1890–1907), Olwen (1892–1990), Gwilym (1894–1967), der später als 1. Viscount Tenby geadelt wurde, und Megan (1902–1966), die später die erste weibliche Parlamentsabgeordnete für einen walisischen Wahlkreis wurde. Trotz der Affären ihres Mannes blieben sie bis zu ihrem Tod verheiratet.
Während ihrer Zeit als First Lady (1916–1922) betätigte sich unter anderem als Spendensammlerin für Wohltätigkeitsorganisationen im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg. 1918 wurde sie zu Dame Grand Cross of the Order of the British Empire ernannt, nachdem sie über 200.000 Pfund eingeworben hatte.
Lloyd George stand am 21. Oktober 1920 in der Baker Street in London einer Versammlung von über 400 Mitgliedern der Londoner walisischen Gemeinschaft vor, auf der die Young Wales Association gegründet wurde. Sie wurde anschließend deren Präsidentin (1921–1922). Die Young Wales Association, aus der später der London Welsh Trust hervorging, betreibt das London Welsh Centre in London, das Lloyd George am 29. November 1930 eröffnete.
Am 24. Dezember 1919, einen Tag nachdem der Sex Disqualification (Removal) Act 1919 die Zustimmung durch den König (Royal Assent) erhalten hatte, wurde Lloyd George als eine der ersten sieben Frauen in Großbritannien zur Friedensrichterin (Magistrate) ernannt, zusammen mit Margaret Crewe-Milnes, Edith Vane-Tempest-Stewart, Elizabeth Haldane, Gertrude Tuckwell, Beatrice Webb und Mary Augusta Ward. Sie war die erste walisische Frau, die dieses Amt innehatte. Sie gehörte von 1919 bis zu ihrem Tod dem Criccieth Urban District Council an, darunter drei Jahre als dessen Vorsitzende, und war Präsidentin der Women’s Liberal Federation of North and South Wales.
Lloyd George starb 1941 nach einer Krankheit infolge einer Hüftverletzung nach einem Sturz in Criccieth.
Ihr Nachlass befindet sich in den National Archives. Die National Library of Wales präsentiert Material zu ihr als Teil einer Online-Ausstellung zu David Lloyd George.
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Einzelnachweise
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