Eine Nipah-Virus-Infektion ist eine Virusinfektion, die durch das Nipah-Virus verursacht wird.
Krankheitsursache Das Nipah-Virus (NiV) ist ein RNA-Virus aus der Gattung Henipavirus. Das Virus tritt normalerweise unter bestimmten Arten von Flughunden auf. Die Übertragung kann sowohl zwischen Menschen als auch von anderen Tieren auf Menschen erfolgen, dabei spielen vor allem Pferde und Schweine eine Rolle, die nur leicht erkranken. Eine Ansteckung erfordert typischerweise direkten Kontakt mit einer infizierten Person. Die Diagnose basiert auf den Symptomen und wird durch Labortests bestätigt.
Symptome Die Symptome einer Infektion reichen von symptomlos bis hin zu Fieber, Husten, Kopfschmerzen, Atemnot und Verwirrtheit. Dies kann sich innerhalb von ein bis zwei Tagen bis hin zu einem Koma verschlimmern. Zu den Komplikationen können Hirnentzündungen und Krampfanfälle nach der Genesung gehören.
Behandlung Behandelt wird die Erkrankung mithilfe unterstützender Pflege. Stand 2023 gibt es weder einen Impfstoff, noch eine spezifische Behandlung. Vorbeugend sollte man den Kontakt mit Fledermäusen und kranken Schweinen vermeidet und keinen rohen Dattelpalmensaft trinkt. Bis Mai 2018 wurden schätzungsweise 700 Fälle beim Menschen registriert, wobei 40 bis 75 % der Infizierten verstarben. Im Mai 2018 führte ein Ausbruch der Krankheit im indischen Bundesstaat Kerala zu 17 Todesfällen. Geschichte Die Krankheit wurde erstmals 1998 während eines Ausbruchs in Malaysia identifiziert, das Virus wurde 1999 isoliert. Es ist nach einem Dorf in Malaysia benannt, Sungai Nipah. Auch Schweine können infiziert sein, und Millionen von ihnen wurden 1999 von den malaysischen Behörden getötet, um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen.
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