mini|Verlauf der SUMED-Pipeline vom Roten Meer zum MittelmeerDie Sumed-Pipeline (kurz: Suez Mediterranean Pipeline) ist eine Ölpipeline in Ägypten, die vom Ain-Sokhna-Terminal im Golf von Suez, dem nördlichsten Punkt des Roten Meeres, zum Offshore-Hafen Sidi Kerir bei Alexandria im Mittelmeer verläuft. Sie stellt eine Alternative zum Suezkanal für den Öltransport aus der Region des Persischen Golfs ins Mittelmeer dar.
Geschichte Die Planung für eine Ölpipeline vom Roten Meer zum Mittelmeer begann nach der verlängerten Schließung des Suezkanals infolge des Sechstagekriegs im Juni 1967. Die Gründung der Pipelinegesellschaft wurde 1973 zwischen fünf arabischen Regierungen vereinbart. Die Sumed-Pipeline wurde 1977 eröffnet.
2017 beschloss die ägyptische Regierung eine Verlängerung der Tätigkeit der Betreibergesellschaft um 27 Jahre.
Während des Irankriegs 2026 und den damit verbundenen Schifffahrtsunterbrechungen in der Straße von Hormus und den möglichen Schließung der Meerenge Bab al-Mandab durch Milizen gelang es saudiarabischen Ölexporteuren teilweise, Lieferungen über die SUMED-Pipeline umzuleiten.
Größe & Länge Die Sumed-Pipeline ist 320 Kilometer lang. Sie besteht aus zwei parallelen Leitungen mit einem Durchmesser von 42 Zoll (1,07 m). Ihre Kapazität beträgt 2,5 Millionen Barrel ( m³) pro Tag. Im Jahr 2009 wurden dort 1,1 Millionen Barrel ( m³) pro Tag umgeschlagen.
Die Pipeline gehört der Arab Petroleum Pipeline Company (Sumed), einem Joint Venture von EGPC (50 %, Ägypten), Saudi Aramco (15 %, Saudi-Arabien), IPIC (15 %, Vereinigte Arabische Emirate), drei kuwaitischen Unternehmen (jeweils 5 %) und QatarEnergy (5 %, Katar).
Weblinks Sumed Company
Einzelnachweise
Kategorie:Pipeline Kategorie:Energiewirtschaft (Ägypten)