Esther Ethel Moustacchi (geboren 21. August 1933 in Kairo; gestorben 13. Dezember 2016 in Paris) war eine französische Genetikerin. Sie forschte auf dem Gebiet der Molekularbiologie und Strahlenbiologie. Sie war Forschungsdirektorin am Centre national de la recherche scientifique (CNRS).

Leben Moustacchis Eltern waren französischsprachige Griechen. Sie besuchte die Mission laïque française in Kairo und zog im September 1951 für ihre Hochschulausbildung nach Frankreich, wo sie zunächst in Montpellier und anschließend an der Sorbonne in Paris Chemie und Biologie studierte.

Moustacchi schrieb sich daraufhin an der Ingenieur École nationale supérieure de chimie de Paris ein und trat 1954 dem Institut du Radium, dem späteren Institut Curie in Paris, bei, wo sie den größten Teil ihrer Karriere verbringen sollte. Zunächst studierte sie bei dem Genetiker Boris Ephrussi. 1959 wurde sie vom CNRS eingestellt und begann eine Dissertation über die Faktoren der Strahlenresistenz bei Hefen, die sie 1964 verteidigte.

Moustacchi ging für ein Postdoc in die Vereinigten Staaten und arbeitete mit Donald Williamson im Labor von Herschel L. Roman an der Washington State University in Seattle zusammen.

1966 kehrte sie nach Frankreich zurück und übernahm die Leitung des radiobiologischen Labors an der Faculté des sciences d’Orsay, einer Außenstelle des Institut du radium, und konzentrierte ihre Forschung auf die Untersuchung von DNA-Schäden.

1985 kehrte sie an den Pariser Standort des Curie-Instituts zurück, übernahm das Labor von Raymond Latarjet und konzentrierte sich auf die Mechanismen der Mutagenese und DNA-Reparatur in menschlichen Zellen, insbesondere in Modellen für chemisch und strahleninduzierte Krebserkrankungen, z. B. durch Psoralenen in Sonnencremes oder UVA-Strahlen in Solarien. Außerdem arbeitete sie über ein Jahrzehnt lang an der Fanconi-Anämie, einer seltenen genetischen Erkrankung des Knochenmarks.

Moustacchi leitete die gemeinsame Einheit UMR218 des CNRS und des Curie-Instituts bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1998.

In 1995 wurde sie Beraterin für Biologie für das Commissariat à l’énergie atomique.

Moustacchi war Autorin von über 200 Veröffentlichungen.

Preise und Auszeichnungen

2013: Offizier der Ehrenlegion

2011: Prix d’honneur de l’Inserm für ihr Lebenswerk 2011: Pierre und Marie Curie Medaille der Société internationale de radiobiologie de langue française

2026: Aufnahme in die Liste der 72 Wissenschaftlerinnen, deren Namen zusätzlich zu den 72 im ersten Stock des Eiffelturms eingravierten Namen von Wissenschaftlern hinzugefügt werden sollen.

Einzelnachweise

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