Beatrice van de Graaf (* 6. Januar 1971; heimatberechtigt in Schwyz) ist eine Schweizer Richterin. Seit 2019 ist sie Richterin am Bundesgericht.

Leben und Wirken Van de Graaf studierte Wirtschafts- und Rechtswissenschaften an der Universität Zürich. Nach ihrem Studienabschluss erwarb sie 2004 im Kanton Zürich das Anwaltspatent. Bereits ab 2002 war sie als Gerichtsschreiberin am Bezirksgericht Bülach tätig. Dort wurde sie 2003 nebenamtliche Ersatzrichterin. 2005 wechselte sie als Gerichtsschreiberin an das Handelsgericht des Kantons Zürich, bevor sie 2008 Gerichtsschreiberin am Obergericht des Kantons Zug und nebenamtliche Ersatzrichterin am Bezirksgericht Zürich wurde. 2009 wurde van de Graaf zur vollamtlichen Ersatzrichterin für sämtliche Bezirksgerichte am Obergericht des Kantons Zürich ernannt. Im November 2012 wurde sie zur Gerichtspräsidentin am Bezirksgericht Schwyz ernannt; ihr neues Amt trat sie 2013 an.Erstmals Gerichtspräsidentin, abgerufen am 2. März 2026. Ab 2015 war sie zusätzlich nebenamtliche Richterin am Bundesgericht.

Am 25. September 2019 wurde van de Graaf für die SVP zur hauptamtlichen Richterin am Bundesgericht gewählt.Glanzvolle Wahl zur vollamtlichen Bundesrichterin, abgerufen am 2. März 2026.

Kontroversen Ende April 2026 machte der Journalist Christoph Mörgeli in der Weltwoche publik, dass van de Graaf eine Liebesbeziehung mit ihrem Bundesrichterkollegen Yves Donzallaz führe,Christoph Mörgeli entlarvt ein Richter-Liebespaar – SVP fordert sie zum Rücktritt auf, abgerufen am 9. Juli 2026 obwohl eine Beziehung zwischen Bundesrichtern gegen Verhaltensregeln verstosse, um die Unabhängigkeit des Gerichts zu wahren.Liebesaffäre am Bundesgericht verstösst gegen Verhaltensregeln, abgerufen am 9. Juli 2026. Später wurde unter anderem die Art der Beweisgewinnung für die Berichterstattung kritisiert, da Donzallaz eine versteckte Kamera, die von Unbekannten angebracht wurde, in einer Hecke vor seinem Haus gefunden hatte und mit der Enthüllung in Verbindung brachte.Richter fand kurz vor «Weltwoche»-Enthüllung eine versteckte Kamera in seiner Hecke, abgerufen am 9. Juli 2026. Anfang Juni 2026 äusserte sich Donzallaz und erklärte, die Beziehung sei «unangemessen» gewesen, aber nicht «illegal».Bundesrichter bricht sein Schweigen: «Aus meiner Sicht war unsere Liebesgeschichte nicht illegal», abgerufen am 9. Juli 2026. Die Liebesbeziehung habe etwa ein Jahr gedauert und sei um Ostern 2026 beendet worden, bevor es zu einer (verbotenen) Lebensgemeinschaft gekommen sei. Er halte die Enthüllung für eine Kampagne, um ihn aus seinem Amt zu befördern, da er 2022 aus der SVP ausgetreten sei, den der SVP zustehenden Richterposten aber noch blockiere. Eine externe Untersuchung im Auftrag des Bundesgerichts ist in Abklärung; sie soll prüfen, ob die beiden auch gegen das Bundesgerichtsgesetz verstossen haben. Für die kommende Wiederwahl im Herbst 2026 als Richter für das Bundesgericht für die Amtsperiode bis 2032 durch die Vereinigte Bundesversammlung treten sowohl van de Graaaf als auch Donzallaz an.Philipp Burkhardt: Liebespaar am Bundesgericht: Beide treten wieder an. In: SRF.ch, 2. Juni 2026.

Weblinks Beatrice van de Graaf beim Bundesgericht

Einzelnachweise

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