Felix Nikolaus Bohr (* 1982 in Trier) ist ein deutscher Historiker und Journalist.
Werdegang Bohr wuchs in Trier auf und studierte Geschichte und katholische Theologie in Berlin und Rom. Er promovierte an der Georg-August-Universität Göttingen bei Petra Terhoeven und Martin Baumeister mit einer Dissertation über bundesdeutsche Hilfe für im Ausland inhaftierte NS-Täter, die er 2018 abschloss. Zudem war er Gastwissenschaftler am Duitsland Instituut Amsterdam.
Seit 2012 ist Bohr für den Spiegel tätig. Er war zunächst Redakteur im Ressort Deutschland/Panorama und politischer Korrespondent in Baden-Württemberg. Seit 2021 ist er Redakteur im Geschichtsressort des Spiegel in Berlin, dort seit 2024 in der Leitung.
Werke (Auswahl) Flucht aus Rom. Das spektakuläre Ende des „Falles Kappler“ im August 1977. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 60 (2012), S. 111–141 (Digitalisat). Ermittlung nicht erwünscht. Das geplante „Restverfahren“ im Fall Herbert Kappler: Ein Zeugnis deutscher und italienischer Vergangenheitspolitik (1959–1961). In: Themenportal Europäische Geschichte (2012), URL, (aufgerufen: 2. März 2026). A “Burden” from the Second World War?: The “Breda Four” and their Effect on German-Dutch Relations. 2017. Die Kriegsverbrecherlobby. Bundesdeutsche Hilfe für im Ausland inhaftierte NS-Täter. Suhrkamp, Berlin 2018, ISBN 978-3-518-42840-5. Vor dem Untergang. Hitlers Jahre in der „Wolfsschanze“. Suhrkamp, Berlin 2025, ISBN 978-3-518-43218-1
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Zeithistoriker Kategorie:Journalist (Deutschland) Kategorie:Zeitungsjournalist Kategorie:Person (Spiegel-Verlag) Kategorie:Absolvent der Georg-August-Universität Göttingen Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1982 Kategorie:Mann