Franz Xaver Schneider (* 11. August 1805 in Tepl; † 1. Juli 1882 in Prag) war ein österreichischer Jurist und Professor an der Universität Prag.
Leben und Wirken Schneider besuchte bis 1819 das Gymnasium im Stift Tepl. Ab 1828 war er Privatlehrer der Prinzen Hugo Maximilian und Emerich von Thurn und Taxis. Er promovierte 1832. Ab 1837 war er Dozent für Bergrecht an der Universität Prag. 1843 wurde er zum ordentlichen Professor für Bergrecht ernannt. Im Alter von 65 Jahren wurde er pensioniert. Er war Verfasser eines Lehrbuchs für Bergrecht, das drei Auflagen erlebte. Er heiratete am 9. Juni 1849 Caroline Ruß, Tochter des Malers und ersten Kustos der k.k. Gemäldegalerie Belvedere Karl Ruß. Schneider wurde von Karl Reitenberger, dem Abt des Stifts Tepl, gefördert; er setzte sich (u. a. durch Veröffentlichung einer kurzen Biographie) für die Schaffung eines Denkmals von Reitenberger ein, das 1882 enthüllt wurde.
Werke Die Berg-Gerichtsbarkeit auf Grund der Gesetze und Einrichtungen der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder der österreichisch-ungarischen Monarchie, Prag, 1872 (Online) Lehrbuch des Bergrechtes für die gesammten Länder der österreichischen Monarchie, Prag 1848 (Online) Lehrbuch des Bergrechts. 2., auf Grund des allgem. Berggesetzes für das Kaiserthum Österreich vom 23. Mai 1854 u. mit Rücksicht auf das allg. Berggesetz f. d. preuss. Staaten, umgearbeitete Auflage, Prag, 1867 (Online) Lehrbuch des Bergrechtes: mit einem Anhange über die Einrichtung und den Wirkungskreis der Bergbehörden nach den neuesten in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern erlassenen Gesetzen und Verordnungen versehen, Ausgabe, 3. Auflage, Prag, 1872 (Online)
Weblinks Bild von Franz Xaver Schneider
Einzelnachweise
Kategorie:Rechtswissenschaftler (19. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Karls-Universität) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Rektor (Karls-Universität) Kategorie:Geboren 1805 Kategorie:Gestorben 1882 Kategorie:Mann