Der Gschwendtberg (oft kurz Gschwendt) ist ein nach den amtlichen Karten (s. u.) hoher Berg des Grazer Berglands in der Steiermark. Er gilt als Hausberg von Frohnleiten, in dessen Gemeindegebiet er vollständig liegt.

Berg und Umgebung Der Gschwendtberg liegt im Mittleren Murtal, einem engen Durchbruchstal der Mur zwischen den Städten Bruck im Norden und Graz im Süden. Der Berg liegt an der orographisch linken Seite des Flusses, der ihn im Westen und Norden umfließt. Mit dem nördlich gegenüberliegenden Schiffall bildet der Gschwendtberg eine Engstelle im Flusslauf.

Der Gschwendtberg hat einen langgestreckten, nordost-südwest-orientierten Rücken, der nach Südwesten hin zunehmend ansteigt und dann unvermittelt in einer halbkreisförmigen (Flussschlinge) Steilwand zum Talboden abfällt. Diese südwestliche Steilwand ist die typische Ansichtsseite des Berges von der auf der anderen Murseite gelegenen Kleinstadt Frohnleiten und der vorbeiführenden Brucker Schnellstraße aus. Laut den amtlichen Karten (GIS-Steiermark, ÖK 50) gilt ein 993 m hoher Punkt dieser Felswand als Gipfel des Gschwendtberges. Von dort fällt der Berg nach Nordosten erst sacht ab, steigt dann aber zu einem etwas höheren Punkt (laut GIS-Steiermark knapp 1002 m) an. Dieser „eigentliche“ Gipfel ist in den amtlichen Karten namenlos, andere Kartenwerke (auch OpenStreetMap und viele darauf basierende Kartendienste) bezeichnen diesen Punkt als „Gschwendt“ und den 993 m hohen Gipfel als „Gschwendtberg.“

Südlich des Bergrückens befindet sich das Tal des Tyrnauer Bachs mit der namensgleichen Ortschaft bzw. Katastralgemeinde Gschwendt. Westlich (unter der Steilwand) liegt die Ortschaft Wannersdorf. Nach Nordosten hin fällt der Rücken des Gschwendtbergs über mehrere namenlose Kuppen bis zu einem Sattel bei der sogenannten Wetterbauerwiese auf etwa 770 m ab. Von dort weg vermitteln zwei sehr wenig prominente Berge (Grösskogel, 942 m; Heuberg, 941 m) den Übergang zum Röthelstein und der Roten Wand.

Geologie Der Gschwendtberg besteht aus Plattenkalk der sogenannten „Kogler-Formation.“ Innerhalb des geologisch komplexen Grazer Paläozoikums wird diese Formation mitunter als Teil der Schöckl-Gruppe gesehen, mitunter einer eigenständigen Gruppe von Kalkschiefer-Decken zugeordnet.

Wege Am schnellsten erreicht man den Gipfel des Gschwendtberges über die Rücken beiderseits seines südwestlichen Abbruchs, wobei insbesondere der Weg von Süden teilweise exponiert, aber auch aussichtsreich ist. Ein Wanderweg führt von Gipfel des Gschwendtberges über seinen Rücken bis zur Wetterbauerwiese und weiter in Richtung Röthelstein/Rote Wand, dieser Weg kann auch von Süden her (aus dem Tal des Tyrnauer Bachs) erreicht werden.

Literatur

Weblinks

Basiskarte GIS-Steiermark

Einzelnachweise

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