Weipart Ludolf Hieronymus Wigand von der Decken (* 28. Februar 1781 in Laack bei Freiburg/Elbe; † 10. April 1845 in VerdenNach Poten:8. Oktober 1845) war ein königlich hannoverischer Generalleutnant der Kavallerie.

Herkunft Seine Eltern waren der Landrat Claus von der Decken (* 13. Februar 1741; † 20. Juni 1803) und dessen Ehefrau Adelheid Elisabeth von Frese genannt Quiter (* 16. Oktober 1754; † 23. Oktober 1818), Tochter von Landrat Hieronymus Wigand von Frese genannt Quiter.

Leben Er wurde am 13. Mai 1795 Kornett im 4. Kavallerie-Regiment und am 1. Mai 1801 Seconde-Lieutenant. Aber 1803 wurde das Kurfürstentum Hannover von Frankreich besetzt und mit der Konvention von Artlenburg kam es zur Auflösung der hannoverschen Armee. von der Decken wechselte wie viele seiner Kameraden in britische Dienste. Am 14. Januar 1804 kam er in die neuerrichtete King’s German Legion (KGL). Dort wurde er am 8. Mai 1807 Rittmeister im 3. Husaren-Regiment. Er kämpfte bei Rügen, Kopenhagen und auch auf der spanischen Halbinsel. 1809 wurde er nach England zurück beordert. Nachdem die westphälische Regierung aber mit Beschlagnahme des Familienbesitzes drohte, schied er am 21. Juli 1810 aus und kehrte zurück.North Ludlow Beamish, Geschichte der koeniglich deutschen Legion, Teil 2, S. 208 Nr. 897

Im Beginn der Befreiungskriege Am 25. März 1813 bekamen er und Drost Christian von Zesterflethnach anderen war dessen Sohn Heinrich mit der Aufstellung des Bataillons beauftragt von General Tettenborn den Auftrag, in Bremen-Verden ein Korps zu errichten. Bernhard Heinrich Schwertfeger, Der königlich hannoversche Generalleutnant August Friedrich Freiherr v. d. Busche-Ippenburg, 1904, Decken wurde am 9. April 1813 Major des bremen-verdischen Husaren-Regiments und am 17. März 1814 zum Oberstleutnant befördert. Er nahm auch am Feldzug 1815 teil.

Nach dem Krieg wurde er am 20. Februar 1821 Oberst und Chef des 3. Husaren-Regiments. Er wurde am 17. Januar 1831 zum Generalmajor und Kommandeur der 1. Kavallerie-Brigade ernannt. Am 1. Januar 1838 kam er in die 2. Kavallerie-Brigade. Am 5. Juni 1838 wurde er Generalleutnant, am 5. Januar 1845 wurde er pensioniert.

Decken starb 1845 in Verden. Er erhielt 1840 das Großkreuz des Guelphen-Ordens. Ferner war er Träger des Wilhelms-Kreuzes, der Waterloo-Medaille und der Kriegsgedenkmünze.Königlich-Gross-Britannisch-Hannoverischer Staatskalender, 1843, S. 140

Familie Decken heiratete Margarethe Adelheid Johann von der Wisch (* 20. Juni 1784; † 27. Dezember 1840), eine Tochter des Oberst Otto von der Wisch und der Louise Gertrud von Frese genannt Quiter. Das Paar hatte eine Tochter: Katharina Gertrud Adelheid (* 30. November 1816; † 18. September 1895)Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser, 1900, S. 237 ⚭ 1834 Graf Ludwig Christian Friedrich Leopold Ernst von Reventlow (* 16. Juni 1808; † 5. November 1835)Genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, 1852, S. 543

Literatur Bernhard von Poten, Die Generale der Königlich Hannoverschen Armee und ihrer Stammtruppen in Militär-Wochenblatt: Beihefte, 1902, S. 301 Nr. 334

Die Familie von der Decken, Zweite Abtheilung. Neuere Geschichte, Abschnitt III. Noten zu den Stammtafeln, biographische Nachrichten enthaltend. S. 81 Familie Nota 29 Biographie North Ludlow Beamish, Geschichte der koeniglich deutschen Legion, Teil 2, S. 144 Nr. 897

Weblinks https://www.reventlow.dk/tng/showmedia.php?mediaID=8898&medialinkID=8642 Einzelnachweise

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