mini|St. Willibald in Möning (2013) St. Willibald ist die römisch-katholische, denkmalgeschützte Pfarrkirche in Möning, einem Gemeindeteil des Stadt Freystadt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern. Sie gehört zum Dekanat Neumarkt in der Oberpfalz des Bistums Eichstätt. Das Bauwerk ist unter der Denkmalnummer D-3-73-126-86 als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.

Beschreibung mini|Hoch- und Seitenaltäre mini|hochkant|Vorderes Deckengemälde von 1874 Die romanische Chorturmanlage wurde in einer späteren Epoche gotisch umgestaltet; 1834 wurde sie nach Westen verlängert. Von der ursprünglichen Konzeption als Wehrkirche zeugt die gotische Kirchhofbefestigung mit dem im Süden befindliche Torturm mit Satteldach und tonnengewölbtem Spitzbogendurchgang. Der sich nach oben verjüngende Kirchturm aus dem Jahre 1491 besteht im fünften Geschoss aus einem verputzten Achteckaufsatz, der die Turmuhr und den Glockenstuhl beherbergt. Er findet seinen Abschluss in einem Spitzhelm, der auf das Jahr 1711 datiert ist.

Der Innenraum des Langhauses ist mit einer Flachdecke überspannt, die von Vouten gerahmt ist. Die Stukkaturen in Chor und Langhaus bestehen aus Bandwerk, ebenso jene an der Brüstung der Westempore.

Die Deckenfresken wurden im Rahmen der Kirchenrenovierung des Jahres 1874 durch den Deiniger Kirchenmaler Georg Lang im nazarenischen Stil gestaltet. Die Decke des Langhauses zieren drei größere Gemälde sowie sechs kleinere Fresken an den Deckenaußenseiten. Das vordere Fresko stellt die Familie des Hl. Willibald dar. Auf dem mittleren Deckengemälde ist die Mutter Gottes als Königin im Himmel, umgeben von Engeln und himmlischem Glanz, zu sehen. Das hintere Fresko zeigt die Schutzheiligen der Pfarrei Möning. Neben den Heiligen Willibald und Franz Xaver (Pfarrkirche Möning) sind dort die Heiligen Barbara und Katharina (Kirche auf dem Möninger Berg), der Hl. Leonhard und die Hl. Cäcilia (frühere Expositur Pavelsbach) und der Hl. Martin (frühere Filiale Rohr) abgebildet. Katholisches Pfarramt St. Willibald: Kirchenführer Pfarrkirche St. Willibald Möning. Broschüre. Möning

Die Kirchenausstattung besteht aus dem 1753 von dem Neumarkter Bildhauer Ulrich Wiest geschaffenen Hochaltar und den beiden Seitenaltären, die Ende des 18. Jahrhunderts beigestellt wurden. Der Hochaltar weist einen konkaven Aufbau mit vier Säulen auf. Vor den beiden äußeren Säulen befinden sich Statuen des Hl. Richard und der Hl. Wuna. Das vom Eichstätter Hofmaler Johann Chrysostomus Wink geschaffene Altarblatt bildet den Hl. Willibald und seine Schwester, die Hl. Walburga, bei ihrer Aufnahme in den Himmel ab.

Bei den beiden Seitenaltären handelt es sich um frühklassizistische Säulenretabel mit Baldachinnischen in spätbarocker Tradition. Der linke Seitenaltar beherbergt Figuren der Muttergottes und der Hl. Joseph und Wendelin. Im rechten Seitenaltar wurden Figuren der Hl. Antonius, Franz Xaver und Johannes von Nepomuk beigestellt.

An der nördlichen Schiffswand befinden sich spätgotische Figuren der Hl. Willibald, Nikolaus (um 1500) und Jakobus (Anfang 16. Jh.) sowie vier Figürchen der Evangelisten vor der Kanzel (Ende 18. Jahrhundert). An der südlichen Schiffwand befindet sich der Kruzifixus mit Schmerzhafter Muttergottes (nach Mitte 18. Jahrhundert) ferner die Hl. Rochus und Johannes Nepomuk aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Der achtseitige Taufstein aus Kalkstein stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert und ist mit Hohlkehle und Stab versehen. Das profilierte Becken ruht auf einem ebenfalls mit Stäben und Hohlkehlen versehenen achtseitigen Fuß.

Geschichte Ein erstes Kirchengebäude wurde vom Eichstätter Bischof Gundekar II. (1064–1075) geweiht. Im Jahre 1297 wurde die Pfarrei Möning dem Chorherrenstift Spalt inkorporiert. 1491 war die Errichtung eines Kirchturms. Die Einführung der Reformation durch Herzog Ottheinrich erfolgte im Jahre 1552. Die Propstei in Spalt – und damit auch die Pfarrei Möning – wurde dem Eichstätter Weihbischof zur Sustenation überlassen. Die Rekatholisierung wurde im Jahre 1626 vorgenommen. Den Kirchturm versah man im Jahre 1711 mit einem Spitzhelm. 1721 folgte die Einführung der Verehrung des Hl. Franz Xaver durch Aufstellung seines Bildes und einer Reliquie. Im Jahre 1736 wurde eine Bruderschaft des Hl. Franz Xaver begründet. 1834 nahm man eine Verlängerung der Pfarrkirche um 23 Fuß vor. Die Anschaffung einer neuen Orgel von Edenhofer (Deggendorf) erfolgte im Jahre 1913.Franz-Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt, historisch-statistische Beschreibung auf Grund der Literatur, der Geistratur des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt sowie der pfarramtlichen Berichte. Band 2, Eichstätt 1938.Nikolaus Mayerhöfer: Die Geschichte von Möning (= Verhandlungen des historischen Vereins von Oberpfalz und Regenburg). 30. Band, 1874. Diese wurde 1990 durch eine Orgel von Andreas Ott ersetzt.

Glocken mini|hochkant|Hl. Willibald Insgesamt besitzt die Pfarrkirche St. Willibald vier Glocken: Nr. Name Nominal Gewicht(kg) Gussjahr Gießer, Gussort 1 Franz-Xaver-Glocke f1 1025 1971 F. W. Schilling, Heidelberg 2 Marienglocke g1 537 1950 Karl Czudnochowsky, Erding 3 Gefallenenglocke b1 283 4 Evangelistenglocke c2 Anfg. 14. Jahrhundert unbekannt

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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