Diana Lange (* 1973) ist eine deutsche Tibetologin und Sinologin. Seit 2025 ist sie Professorin für Geschichte und Kulturen Zentralasiens an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Leben und Wirken Lange studierte Sinologie, Zentralasienwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Leipzig und der Universität Tibet, sie schloss ihre Magisterstudien 2002 mit einer Arbeit über Hui und Islam in tibetischen Siedlungsgebieten ab. Von 2002 bis 2004 arbeitete sie als assoziierte Mitarbeiterin am von Mareile Flitsch geleiteten Volkswagen-Projekt Ethnologie der Alltagstechniken Chinas an der Technischen Universität Berlin. Von 2005 bis 2013 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, 2008 wurde sie dort mit einer Arbeit über Fischerkulturen in Zentral- und Südtibet promoviert. Von 2013 bis 2015 arbeitete sie mit Förderung der Gerda Henkel Stiftung am Institut für Indologie und Zentralasienstudien der Universität Leipzig. 2015 bis 2018 kehrte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an die Humboldt-Universität zurück. Parallel war sie 2016 als Lehrbeauftragte am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaften an der Universität Zürich tätig. 2018 habilitierte sie an der École Pratique des Hautes Études in Paris über eine Sammlung historischer tibetischer Karten des Himalayas in der British Library. Von 2018 bis 2021 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum am Rothenbaum in Hamburg im BMBF-Verbundprojekt Kolorierte Landkarten. 2019 bis 2021 arbeitete sie als Gastwissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte an den Projekten Colouring Maps in East Asia und Mapping China in the 18th Century: Hand-drawn Maps from the "Qing Atlas Tradition". Von 2021 bis 2025 war sie Principal Investigator des Projekts Maps as Knowledge Resources and Mapmaking as Process: The Case of the Mapping of Tibet im Exzellenzcluster Understanding Written Artefacts am Centre for the Studies of Manuscript Cultures der Universität Hamburg, bevor sie 2025 an das Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin berufen wurde.
Lange forscht primär zu materiellen und visuellen Kulturen, Sammel- und Sammlungsgeschichte, Provenienzforschung, Wissens- und Wissenschaftsgeschichte, Entdeckungs- und Kolonialgeschichte, Dekolonialisierung, historischer Kartographie und mapping Prozessen in Zentral- und Ostasien, interkulturellem Austausch, Transportgeschichte, Wirtschaftsethnologie und Islam in Zentralasien. Sie gilt in ihrem Forschungsgebiet als weltweit führend.
Publikationen (Auswahl)
Weblinks
Seite von Diana Lange auf der Website des Instituts für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität Seite von Diana Lange auf der Website des Centre for the Study of Manuscript Cultures der Universität Hamburg Seite von Diana Lange auf ORCID Seite von Diana Lange auf academia.edu
Einzelnachweise
Kategorie:Tibetologe Kategorie:Indologe Kategorie:Hochschullehrer (Humboldt-Universität zu Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Frau Kategorie:Person (Zentralasien)