mini|hochkant=0.9|Stammwappen derer von Rechteren-Limpurg Friedrich Reinhard Burkhard Rudolf Graf von Rechteren-Limpurg (* 22. September 1751 auf Schloss Rechteren in Dalfsen, Provinz Overijssel; † 20. Juni 1842 auf Schloss Sommerhausen) war Generalmajor unter Großherzog Ferdinand von Würzburg und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben Rudolf von Rechteren-Limpurg entstammte dem geldernschen Adelsgeschlecht Rechteren-Limpurg und war ein Sohn des Johann Everhard Adolf von Rechteren-Limpurg (1714–1754), der von seiner Mutter Amalie geb. Gräfin von Limpurg-Speckfeld die Grafschaft Limpurg-Speckfeld in Schwaben erbte. So erhielten er und seine Nachkommen Sitz und Stimme im Fränkischen Reichsgrafenkollegium und damit auch die Reichsstandschaft. Seine Mutter war Sophia Carolina Florentina Gräfin von Rechteren zu Almelo. Nach dem Besuch der Lateinschule in Ijsselstein studierte er zwei Jahre an der Universität Utrecht. 1770 nahm er eine Ausbildung zum Seeoffizier auf, kehrte nach zweijähriger Reise durch das Mittelmeer als Seekadett nach Almelo zurück und trat als Fähnrich in die niederländische Armee (Regiment Rechteren) ein, wo er den Rang eines Hauptmanns erreichte. Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg kämpfte er mit den französischen Truppen gegen die Engländer. mini|Schloss Rechteren in Dalfsen Er war Generalmajor und Kreiskommandant der Nationalgarde im Großherzogtum Würzburg. mini|Schloss Sommerhausen Am 6. November 1819 trat er in einem Erbvertrag mit seinem Neffen Adolf Friedrich Ludwig († 1851) die Herrschaften Rechteren und Almelo gegen den alleinigen Besitz der Grafschaft Limpurg-Speckfeld ab.

Von 1819 bis 1842 hatte er einen Sitz in der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns, die neben der Kammer der Abgeordneten den bayerischen Landtag bildete. Er war im Innen- und Schuldentilgungsausschuss vertreten.

Seine Memoiren fanden Niederschlag in dem 2016 veröffentlichten Buch Die Abenteuer des Grafen Friedrich Reinhard von Rechteren-Limpurg im Mittelmeer und im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1770 bis 1782 (Mainfränkische Hefte Nr. 115, herausgegeben von Jane A. Baum, Hans-Peter Baum, Jesko Graf zu Dohna, Spurbuchverlag Baunach, ISBN 978-3-88778-484-3).

Familie Er war in erster Ehe mit Friederike Antoinette Karoline von Giech (1765–1798) verheiratet. Aus der Ehe gingen die Kinder Adolf (1785–1789), Friederike Henriette (1787–1871, ∞ Ludwig von Eyben), Karoline Luise (1789–1874), Friedrich Reinhard (1790–1796), Karl (1792–1812), Auguste Elisabeth (*/† 1793) und Adolph (1794–1821) hervor. Aus der zweiten Ehe mit Auguste Eleonore zu Hohenlohe-Kirchberg (1782–1847) kam der Sohn Friedrich Ludwig (1811–1909), dessen Sohn Friedrich Ludwig (* 1875) die Nachfolge als Reichsrat antrat.

Siehe auch Liste der Mitglieder des Bayerischen Landtages (Königreich, 1. Wahlperiode) Liste der Ehrenbürger von Würzburg

Weblinks

Einzelnachweise

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