Ulrike Volkhardt (geboren 1956) ist eine Musikerin, Blockflötistin, Dirigentin, Musik- und Hochschullehrerin, Autorin und Herausgeberin.Angaben im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Leben Nach ihrem Schulabschluss widmete sich Volkhardt dem Studium der Schulmusik und Instrumentalpädagogik, zunächst an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Dort war sie Schülerin für Gesang bei Theo Altmeyer, für Musikwissenschaft bei Heinrich Sievers und Ellen Hickmann sowie für Musikpädagogik bei Peter Becker. Daneben studierte sie Philosophie und Musikpsychologie.Vita auf der Seite ulrikevolkhardt.de [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 25. Februar 2026

Ihre Studien der Blockflötenmusik vertiefte Volkhardt unter anderem bei Ferdinand Conrad, Kees Boeke und Walter van Hauwe am Sweelinck Conservatorium Amsterdam. Zudem belegte sie Kurse und nahm Privatstudien unter anderem bei Marion Verbruggen, Nicolaus Harnoncourt, Gustav Leonhardt, Frans Brüggen und Barthold Kuijken sowie bei Moshé Feldenkrais.

Studienbegleitend lehrte Volkhardt bis 1981 als Fachgruppenleiterin an der Musikschule Hildesheim und durchlief den Studiengang Polyästhetische Erziehung bei Wolfgang Roscher an der Universität Hildesheim.

Ab 1981 wirkte Volkhardt als Dozentin und Leiterin einer Blöckflötenklasse am Meistersinger-Konservatorium in Nürnberg.

1994 wurde Volkhardt an die Folkwang Universität der Künste in Essen berufen, wo sie bis 2022 als Professorin die Fächer Blockflöte und Historische Aufführungspraxis lehrte. Teils parallel zu ihrer Lehrtätigkeit wirkte sie in Essen als erste Dekanin und Senatorin und veranstaltete fünf Internationale Folkwang Symposien für Blockflötenmusik.

Neben ihrem internationalen Engagement in Musikkursen und Meisterklassen initiierte Volkhardt zahlreiche künstlerische Projekte, insbesondere interdisziplinär mit Texten, Bewegung, Bildender Kunst, Elektronik und Video, sowie intertemporär mit Musik des Mittelalters, der Renaissance sowie des Früh- und Hochbarocks in Zusammenarbeit mit verschiedenen Komponisten.

Volkhardt gründete und leitete Ensembles wie die camerata moderna für Barockmusik, das Blockflötenensembel Ut Re Mi und das devotio moderna, eine Schola und Instrumentalensemble für Musik des Mittelalters, sowie das ensemble miroirs für Neue Musik und Performances. Mit ihren Ensembles konzertierte Ulrike Volkhardt, trat in Europa und Übersee als Solistin auf mit Orchestern wie beispielsweise Les Amis de Philippe, dem Melbourne Collegium und anderen auf Festivals unter anderem in Savonlinna, Brügge, Amsterdam, Melbourne, Sydney, Tokyo und Kyoto.

Neben ihren musikalischen Tätigkeiten trat Volkhardt zudem als Herausgeberin Alter und Neuer Musik in Erscheinung, als Autorin einer Blockflötenschule, bei der Edition von Büchern sowie in der Bibliotheksrestaurierung. Darüber hinaus engagiert sie sich ehrenamtlich als Gründerin und langjährige Präsidentin der European Recorder Players Society ERPS e.V. sowie im Kirchenvorstand der Marktkirche Hannover.

Wolfgang Grandjean widmete der Künstlerin sein 2001 im Folkwang-Museum in Essen uraufgeführtes Rondo für Altblockflöte Nummer 40 Dix et sept - Rondeau nach Guillaume de Machaut.Angaben im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Werke (Auswahl) Ulrike Volkhardt (Hrsg.): Canzone über ein französisches Lied. Für Blockflöten-Ensemble, auch mit anderen Blas- oder Streichinstrumenten, zu 5 Stimmen und Generalbass ad lib., Partitur und Noten für 5 Stimmen, Kassel [u. a.]: Bärenreiter-Verlag, 1987 Ulrike Volkhardt (Hrsg.): God sy gelovet, Partitur, Hildesheim; Zürich: Georg Olms Verlag, 2015, ISBN 978-3-487-15299-8; Inhaltsverzeichnis Ulrike Volkhardt, Jochen Beppler (Hrsg.), Angela Merkel (Vorw.): Bibliotheken bauen. Die Barther Kirchenbibliothek im Kontext (= Separatum aus: Jahrbuch kirchliches Buch- und Bibliothekswesen, NF 2, 2014 = 1. Barther Bibliotheksgespräch und Wiedereröffnung 19./20. April 2013), Regensburg: Schnell + Steiner, 2015, ISBN 978-3-7954-2999-7 und ISBN 3-7954-2999-4; Inhaltstext und Inhaltsverzeichnis Ulrike Volkhardt, Elke Onnen (Hrsg.): Paul Korff. Ein Architektenleben, Berlin: Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, 2017, ISBN 978-3-86732-263-8 und ISBN 3-86732-263-5; Inhaltstext und Inhaltsverzeichnis Ulrike Volkhardt (Hrsg.): Die Marktkirche Hannover. St. Georgii et Jacobi im Spiegel der Zeiten, mit Beiträgen von Alexandra Druzynski von Boetticher, Axel Fischer, Jens Hage, Thorsten Henke, Rüdiger Kröger, Jörg H. Lampe und Christian Michel, Berlin: Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, 2021, ISBN 978-3-86732-376-5 und ISBN 3-86732-376-3; Inhaltsverzeichnis

Weblinks ulrikevolkhardt.de

Einzelnachweise

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