mini|Katholische Kirche St. Carl Borromäus in Stadtlohn-Büren St. Carl Borromäus in Büren, einem Stadtteil von Stadtlohn, im nordrhein-westfälischen Kreis Borken, ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Otger (Stadtlohn). Sie steht unter dem Patrozinium des heiligen Carl Borromäus und gehört zum Kreisdekanat Borken im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine neugotische Saalkirche mit angebautem Glockenturm und hat 200 Sitzplätze.

Geschichte Weil der Fußweg zum Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Otger in Stadtlohn sehr weit und im Winter viel zu beschwerlich war, wünschten sich die Katholiken in der Bauerschaft Büren Anfang des 20. Jahrhunderts eine eigene Kirche.

Nach den Plänen des Architekten Heinrich Terfüchte (Stadtlohn) entstand 1912–14 das neue Gotteshaus. Die meisten Baumaterialien stammten von der abgerissenen Konviktskapelle des Collegium Borromaeum in Münster. In Anlehnung an die Herkunft der Steine bekam das neue Gebäude in Büren den Namen „St. Carl Borromäus“. 1949 wurde der von Franz Jacobus (Stadtlohn) entworfene Glockenturm angebaut und 1969 erfolgten ein Chorumbau und eine Erweiterung der Kirche nach dem Konzept von Bernhard Frericks (Stadtlohn).

Das Gotteshaus ist ein neugotischer Saalbau aus rotem Ziegelmauerwerk mit einem Satteldach aus Naturschiefer. Der viergeschossige Turm mit einem Pyramidendach verbreitert die Fassade im Norden.

Zu den Gebäuden der Gemeinde Estern-Büren gehören das Pfarrheim und der Kindergarten „St. Carl Borromäus“. Büren hat kein eigenes Pfarramt, weil das zentrale Pfarrbüro der Mutterkirche in Stadtlohn die Verwaltung übernimmt.

Der 1914 eingerichtete Seelsorgebezirk Büren wurde nicht zu einem Pfarrrektorat oder zu einer selbstständigen Pfarrei erhoben, sodass St. Carl Borromäus bis in die Gegenwart eine Filialkirche von St. Otger ist.

Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarreien St. Otger (Stadtlohn), St. Vitus und St. Jakobus (Südlohn) und St. Georg (Vreden) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Stadtlohn-Südlohn-Vreden“.

Glocken Im Turm von St. Carl Borromäus in Büren hängen die folgenden drei Kirchenglocken aus Kupfer-Silicium:

Glocke 1: Schlagton: as1; Gießerei: Albert Junker (Brilon); Gussjahr: 1949 Glocke 2: Schlagton: b1; Gießerei: Albert Junker (Brilon); Gussjahr: 1949 Glocke 3: Schlagton: c1; Gießerei: Albert Junker (Brilon); Gussjahr: 1949.

Orgel Die Firma Franz Breil (Dorsten) erstellte 1943 für St. Carl Borromäus eine Pfeifenorgel mit 17 Registern.

Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster. Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.

Weblinks

Website von St. Carl Borromäus (Büren) Website vom Kreisdekanat Borken

Einzelnachweise

Kategorie:Erbaut 1914 Bueren Bueren Bueren Bueren Bueren Bueren Bueren Bueren Kategorie:Bauwerk in Stadtlohn