mini|Wolffsche Villa in Pirmasens Max Wolff (* 16. November 1879 in Pirmasens; † 25. November 1938 im KZ Dachau) war ein deutscher Unternehmer und Politiker.
Wolff war Mitglied der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei und wurde 1920 in den Pirmasenser Stadtrat gewählt, dort arbeitete er im Bau- und Polizeisenat.Bernhard Kukatzki, Dunja Maurer: Juden in Pirmasens: Spuren ihrer Geschichte, Stadt Pirmasens, Stadtarchiv, 2004, ISBN 978-3-00-012870-7, 2. Auflage 2017, S. 302f Er war bis in die 1920er Jahre Inhaber einer Schuhfabrik, die sein Großvater Marx Wolff gegründet und sein Vater Carl Wolff weitergeführt hatte; sie stand in der Nachbarschaft des Familienwohnsitzes, der Wolffschen Villa in der Gasstraße in Pirmasens.
Wolff wurde im Gefolge der Reichspogromnacht 1938 ins KZ Dachau verschleppt und erhielt dort die Häftlingsnummer 23938. Durch eine frühere Kropfoperation geschwächt starb er dort. Als Todesursache wurde Arteriosklerose sowie Herz- und Kreislaufschwäche angegeben.Bernhard Kukatzki, Dunja Maurer: Juden in Pirmasens: Spuren ihrer Geschichte, Stadt Pirmasens, Stadtarchiv, 2004, ISBN 978-3-00-012870-7, 2. Auflage 2017, S. 476
Seine Ehefrau Meta Wolff und die Söhne Karl und Hans Werner Wolff flohen 1940 in die USA. Karl Wolff, der sich später Charles nannte, verfasste einen Bericht über seine Inhaftierung, der heute als eine der wichtigsten Quellen zum Novemberpogrom in Pirmasens gilt. Charles Wolff starb 2006 in Atlanta, sein Bruder Hans (John) Werner Wolff 2010 in Danbury. Meta Wolff starb 1955 in Manhattan.
Einzelnachweise
Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:DDP-Mitglied Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Politiker (Pirmasens) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1879 Kategorie:Gestorben 1938 Kategorie:Mann