Maximilian Anton Friedrich Maria Freiherr von Zandt (* 20. Oktober 1778 in Düsseldorf; † 18. März 1867 in Würzburg) war ein bayerischer General der Kavallerie und lebenslänglicher Reichsrat der Krone Bayerns.

Leben Herkunft Maximilian entstammte dem ursprünglich rheinischen Uradelsgeschlecht von Zandt. Er war ein Sohn des kurkölnischen Kammerherrn und bayerischen Generals der Kavallerie Friedrich von Zandt (1744–1809) und dessen Ehefrau Maria Theresia, geborene Freiin von Vietinghoff. Sein jüngerer Bruder war der bayerische Generalmajor Leopold Balduin von Zandt (1784–1851).

Werdegang Nach dem Besuch des Gymnasiums trat Zandt am 1. April 1795 als Volontär in das Dragoner-Leib-Regiment der Bayerischen Armee ein und nahm während der folgenden Koalitionskriege bis 1815 an den Feldzügen der Armee teil. 1798 avancierte er zum Unterleutnant, wurde im darauffolgenden Jahr in das Chevaulegers-Regiment „Kurfürst“ versetzt und stieg im September 1802 zu Oberleutnant sowie im Oktober 1805 zum Rittmeister auf. Nachdem er im April 1809 seine Beförderung zum Major erhalten hatte, erhielt Zandt die Erlaubnis zur Annahme des Kreuzes der Ritter der Ehrenlegion. Im April 1813 erfolgte mit der Beförderung zum Oberstleutnant seine Versetzung in das Chevaulegers-Regiment „Taxis“. Im Jahr darauf wurde Zandt Oberst und Regimentskommandant.

In gleicher Eigenschaft trat er nach Beendigung der Koalitionskriege am 8. Oktober 1816 zum 6. Chevaulegers-Regiment über und war anschließend ab dem 18. August 1826 als Generalmajor Brigadier der Infanterie. Zunächst bei der 3., dann bei der 4. Armee-Division. 1830 trat er als Brigadier der Kavallerie zur 1. Armee-Division über. 1836 wurde Zandt Generalleutnant und Kommandant der Residenzstadt München. Ab dem 22. August 1837 wirkte Zandt als Kommandant der 4. Armee-Division in Würzburg. König Ludwig I. ernannte ihn am 29. August 1837 zum Inhaber des nunmehr nach ihm benannten Infanterie-Regiments „Zandt“. Ab dem 26. August 1848 bis zu seinem Tod führte der Verband die Bezeichnung 14. Infanterie-Regiment „Zandt“. 1837 zeichnet ihn sein König mit dem Ehrenkreuz des Ludwigsordens und 1848 mit dem Komturkreuz des Verdienstordens vom Heiligen Michael aus.Hof- und Staats-Handbuch des Königreichs Bayern. 1846. München 1846, S. 30, 36. Unter Verleihung des Charakter als General der Kavallerie trat Zandt am 31. März 1848 in den Ruhestand.

Am 8. Februar 1837 wurde Zandt zum Lebenslänglichen Reichsrat der Krone Bayerns ernannt.Findmitteldatenbank der Staatlichen Bayerns (Digitalisat) Diese Würde legte er 1842 nieder. In der Zwischenzeit war er in der 4. Wahlperiode Mitglied des Schuldentilgungsausschusses und in der 5. Wahlperiode Mitglied des Innenausschusses.

Familie Am 4. November 1816 heiratete er Emilie (* 1785), Tochter des französischen Generals Franz Freiherr von Reinach. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.

Literatur Emil Heinze: Geschichte des Kgl. Bayer. 6. Chevaulegers-Regiments „Prinz Albrecht von Preußen“ 1803 bis 1871 sowie der Stammabteilungen des Regments. Julius Klinkhardt, Leipzig 1898, S. 712. Max Spindler (Hrsg.), Walter Schärl: Die Zusammensetzung der bayerischen Beamtenschaft von 1806 bis 1918. (= Münchener Historische Studien. Abteilung Bayerische Geschichte. Band I.), Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1955, S. 276.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:General der Kavallerie (Bayern) Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Bayern) Kategorie:Mitglied des Bayerischen Reichsrates Kategorie:Ritter II. Klasse des Verdienstordens vom Heiligen Michael Kategorie:Träger des Ludwigsordens (Bayern) Kategorie:Großkreuz des Sächsischen Zivilverdienstordens Kategorie:Träger des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens (Großkreuz) Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter) Kategorie:Freiherr Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1778 Kategorie:Gestorben 1867 Kategorie:Mann