mini|hochkant|Rufus Taylor Rufus Lackland Taylor Jr. (* 6. Januar 1910 in St. Louis, Missouri; † 14. September 1978 in Whispering Pines, Moore County, North Carolina) war ein Vizeadmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur des Office of Naval Intelligence (ONI) und später stellvertretender Direktor der CIA.
Er war ein Sohn von Rufus L. Taylor und dessen Frau Caroline Newan. Im Jahr 1933 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er alle Offiziersränge bis zum Vizeadmiral.
Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem ein Studium am Armed Forces Staff College in Norfolk in Virginia.
Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. In den 1930er Jahren diente er unter anderem an Bord des Schlachtschiffs USS Arizona und des Zerstörers USS Preston. Zwischen September 1938 und September 1941 erlernte er in der amerikanischen Botschaft in Tokio die japanische Sprache. Es folgte eine Versetzung auf die Philippinen, wo er als Nachrichtenoffizier im Hauptquartier des 16. Marinebezirks tätig war.
Nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor und dem damit verbundenen Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg wurden die Philippinen von den Japanern besetzt. Taylor gelang die Flucht nach Australien. Dort gehörte er zwischen April 1942 und Februar 1943 dem Stab des Kommandeurs der Alliierten Marinestreitkräfte für den südwestlichen Pazifik an. Zwischen März 1943 und November 1944 war er Stabsoffizier beim Chief of Naval Operations (CNO). Anschließend wurde er nach Pearl Harbor versetzt, wo er für den Rest des Krieges zum Stab des 14. Marinebezirk gehörte. Bei allen seinen erwähnten Tätigkeiten während der Zeit des Zweiten Weltkriegs war er als Nachrichtenoffizier tätig. Anschließend gehörte er bis zum November 1945 zu den amerikanischen Besatzungstruppen in Japan.
Danach kehrte er zum Stab des CNO zurück. Im Dezember 1946 begann er ein sechsmonatiges Studium am Armed Forces Staff College. In der Folge erhielt er das Kommando über den Zerstörer USS Noa (DD-841). Diese Aufgabe erfüllte er zwischen Juni 1947 und April 1948. Anschließend wurde er zum Stab des ONI versetzt, dem er bis zum November 1951 angehörte. Danach gehörte er bis 1953 der Stabsabteilung für das Nachrichtenwesen beim CNO an. Es folgte eine kurze Zeit beim Stab der National Security Agency (NSA). Im Dezember 1953 wurde er in den Stab des Verteidigungsministeriums berufen, dem er bis zum März 1955 angehörte.
Im weiteren Verlauf leitete Taylor die Nachrichtenabteilung im Hauptquartier der amerikanischen Marinestreitkräfte im Fernen Osten. Ein Jahr später übernahm er die gleiche Aufgabe im Hauptquartier der Pazifikflotte in Pearl Harbor. Im Jahr 1959 kehrte Taylor ein weiteres Mal zum Stab des CNO zurück, wo er erneut nachrichtendienstliche Funktionen ausübte.
Am 24. Juni 1963 übernahm Rufus Taylor als Nachfolger von Vernon L. Lowrance das Kommando über das Office of Naval Intelligence, den Nachrichtendienst der United States Navy. Dieses Amt bekleidete er bis zum Mai 1966, als er von Maurice H. Rindskopf abgelöst wurde. Gleichzeitig leitete er die Stabsabteilung für das Nachrichtenwesen beim CNO. Nach dem Ende dieser Missionen wurde er stellvertretender Leiter der Defense Intelligence Agency. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum 1. Februar 1969. Seit dem 13. Oktober 1966 war er gleichzeitig auch als Nachfolger von Richard Helms stellvertretender Leiter der CIA, während Helms neuer Leiter dieses Nachrichtendienstes und somit Vorgesetzter von Taylor wurde. Während seiner Zeit als stellvertretender CIA-Direktor war Rufus Taylor mit einigen in späteren Jahren umstrittenen Aktivitäten dieser Institution befasst. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.
Orden und Auszeichnungen Rufus Taylor erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:
Bronze Star Medal American Defense Service Medal Asiatic-Pacific Campaign Medal American Campaign Medal World War II Victory Medal Navy Occupation Service Medal National Defense Service Medal
Außerdem erhielt er verschiedene Ordensbänder (Ribbons).
Weblinks
Taylor bei der CIA (zuletzt abgerufen am 24. Februar 2026) Taylor bei JSTOR (zuletzt abgerufen am 24. Februar 2026) Taylor in der WayBack Machine (zuletzt abgerufen am 24. Februar 2026) Nachruf in der Washington Post (zuletzt abgerufen am 24. Februar 2026)
Kategorie:Vizeadmiral (United States Navy) Kategorie:Absolvent der United States Naval Academy Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Vereinigte Staaten) Kategorie:Träger der Bronze Star Medal Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1910 Kategorie:Gestorben 1978 Kategorie:Mann