Hannelore Borchers (geboren 20. November 1932 in Warte; gestorben 18. Dezember 1990 in Hamburg) war eine deutsche Malerin, Zeichnerin und Radiererin.
Leben Hannelore Borchers begann im Jahr 1953 eine künstlerische und Kunsterzieherinnen-Ausbildung und besuchte bis 1958 die Hochschule für bildende Künste Hamburg. Dort studierte sie bei Kurt Kranz und Willem Grimm. Sie begann am Gymnasium für Mädchen in Hamburg Groß-Flottbek, dem heutigen Gymnasium Hochrad, als Kunstpädagogin zu arbeiten, als sie 26 Jahre alt war und im Jahr 1966 wechselte sie an das Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium. Dort arbeitete sie bis 1988. Sie lebte zwischen 1955 und 1961 mit dem Maler Volker Meier zusammen, der auch bei Willem Grimm studiert hatte.Hamburger Frauenbiografien: Hannelore Borchers, abgerufen am 23. Februar 2026
Von 1963 bis 1988 war Hannelore Borchers mit dem Maler Gerhard Ausborn verheiratet. Auch Ausborn hatte bei Willem Grimm studiert. Die Ausborns gehörten 1963 zu den Gründungsmitgliedern der „Neuen Gruppe Hamburg“, ein Zusammenschluss von 22 jüngeren Künstlerinnen und Künstlern.
Werk Hannelore Borchers startete ihre künstlerische Laufbahn mit Strandbildern, Küstenlandschaften und Stillleben in dunklen Tönen, bei denen noch spätexpressionische Stilelemente, wie sie von Willem Grimm bekannt sind, auf veränderter Ebene vorkamen. Dabei schuf sie Darstellungen von Fischernetzen, Buhnen, Metallgerüsten, Mauern und Häuserwänden, die düster getönt eine schwermütige Stimmung aufzeigen. Durch zahlreiche Reisen nach Skandinavien, London und Irland wurde sie zu weiteren Bildern mit Motiven von Meeres- und Küstenpanoramen inspiriert, bei denen Sturmwolken, weite Horizonte und ein nuancenreiches Farbvaleurs die spezifische Atmosphäre der skandinavischen Landschaft veranschaulichen. Irische Moore und Kliffs stellte sie in regnerisch verschwommenen Blaugraugrüntönen dar.
mini|Grabstein von Hannelore Borchers Es folgten in den 1970er Jahren Reisen nach Prag, Venedig und Ephesos und dadurch wandte sich Borchers mehr dem Architektonischen und Figürlichen zu. Sie schuf ihre Werke in Öl oder Gouache. Sie war auch eine hervorragende Zeichnerin und schuf Bleistift- und Federzeichnungen sowie Schwarzweißradierungen. Spät fertigte sie zudem Collagen, deren Teile sie aus Ausschnitten illustrierter Zeitschriften symbolhaltig zusammenfügte, wobei aus Formen Bedeutungen entstanden und umgekehrt.
Hannelore Borchers starb am 18. Dezember 1990 in Hamburg. Sie wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg bestattet. Ihr wird im Garten der Frauen gedacht.
Literatur Hanns Theodor Flemming: Hannelore Borchers 1932–1990. Eine Retrospektive. Ölbilder, Gouachen, Collagen, Zeichnungen, Radierungen. (Ausstellung in der Galerie Christian Zwang, Hamburg)., Hamburg, gedr. v. Offizin Paul Hartung, 1991
Weblinks
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Einzelnachweise
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