Jolanda Richter (* 1971 in Almelo, Niederlande) ist eine österreichische Malerin, deren Werk in mehreren öffentlichen Museen gezeigt wurde, darunter dem Egon‑Schiele‑Museum Tulln, dem Gauermann Museum und dem Kunstforum Leoben.Ausstellungskataloge und Museumsdokumentationen, u. a. Egon‑Schiele‑Museum Tulln; Gauermann Museum; Kunstforum Leoben. Ihre Arbeiten wurden auch außerhalb Österreichs ausgestellt und im Zusammenhang mit Ausstellungen und Kunstpreisen überregional besprochen.Marcin Kołpanowicz: Sky Dancers. In: SAFADORE – Salon de l’Art Fantastique Européen, Le Mont‑Dore, 2014. Ihre figurativen Bildwelten thematisieren psychologische Zustände und imaginäre Räume.Gotthard Fellerer: Über Jolanda Richter schreiben. In: BravDa, 2008.

Leben Richter wurde 1971 in den Niederlanden geboren und lebt seit ihrer Kindheit in Österreich. Mit 17 Jahren begann sie ein Violoncello-Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 1994 wechselte sie an die Universität für angewandte Kunst Wien, wo sie in der Meisterklasse für Malerei und Grafik bei Wolfgang Hutter studierte und ihr Studium anschließend bei dessen Nachfolger Wolfgang Herzig abschloss. Sie lebt und arbeitet seit 2000 als freischaffende Künstlerin in Niederösterreich.

Werk Richters Malerei verbindet figurative Darstellungen mit symbolischen und psychologisch geprägten Bildwelten. Wiederkehrende Motive sind Frauen und Kinder in Situationen innerer Spannung, Bewegung oder Transformation.Anissa Stambouli: Jolanda Richter – InSpades Magazine, 2017. Viele Arbeiten thematisieren Identität, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Erwartungen, häufig durch Figuren, die mit architektonischen Strukturen verschmelzen oder aus ihnen hervortreten. Weitere Schwerpunkte sind autobiografische und psychologische Aspekte, insbesondere Kindheitserfahrungen und emotionale Verletzlichkeit.

Ihre Kompositionen arbeiten mit einer ausgeprägten Lichtführung und einer realistischen Modellierung der Körper.Gotthard Fellerer: Über Jolanda Richter schreiben. In: BravDa, 2008. Kunsthistorische Texte ordnen ihre Bildsprache Strömungen wie dem Symbolismus und der Wiener Schule des Phantastischen Realismus zu. Bewegungsmotive wie Fliegen, Fallen oder Schweben erscheinen häufig in imaginären Zwischenräumen.Marcin Kołpanowicz: Jolanda Richter – Sky Dancers. In: SAFADORE, Le Mont‑Dore, 2014.

Ausstellungen (Auswahl)

Institutionelle Einzelausstellungen 2005: Egon-Schiele-Museum, Tulln. 2015: Kulturhaus-Kunstgalerie – Innenwelten, auf Einladung und Organisation durch das Kulturreferat der Stadt Bruck an der Mur. 2018: Kleine Galerie Wien, Galerie der Wiener Volkshochschulen, kuratiert von Faek Rasul. 2022: Gauermann Museum, Miesenbach – Zwischen Schatten und Licht, kuratiert von Bernhard H. Kratzig. 2022: Stadtgalerie Wiener Neustadt – Zwischenreich, kuratiert von Gotthard Fellerer. 2022/23: Kunstforum Leoben – Zwischenreich, kuratiert von Gotthard Fellerer.

Galerie-Einzelausstellungen (Auswahl) 2002: Wienerwaldmuseum – Jolanda Richter. Lyrischer Realismus, Eichgraben. 2003: Galerie Ernst Fuchs – Eros und Thanatos, Wien. 2004: Galerie 10, Wien.Rede von Wolfgang Hutter zur Eröffnung der Ausstellung *Jolanda Richter*, in: Prometheus – Internet Bulletin for Art, News, Politics and Science, Nr. 95 (2005). Ursprünglich online unter: meaus.com (nicht mehr abrufbar). Vollständige archivierte Kopie liegt lokal vor. 2006: Galerie Akum, Wien. 2006: Galerie im Alten Sudhaus- Liberté – Malerei und Grafiken, Kelheim. 2009: Domgalerie Wiener Neustadt, Metamorphosis. 2010: Galerie Palais Palffy – Jubiläumsausstellung 2000 – 2010, Wien. 2011: Galerie Akum – Living Colors, Wien. 2015: Galerie Callas – Innenwelten (Kunst- und Kulturverein callas-bremen e.V.), Bremen, Deutschland. 2025: Galerie 10 – Then and Now, Wien.

Gruppenausstellungen (Auswahl) 2005: 11. Kunstausstellung „Natur – Mensch“, Nationalpark Harz (St. Andreasberg) und Nationalpark Eifel (Schleiden-Gemünd) 2005: Altes Rathaus und Neues Rathaus – Auf den Spuren des Einhorns, Friesach. 2005/06: Naturhistorisches Museum Wien und Tauernsaal Mallnitz – Künstlersichten aus dem Nationalpark Hohe Tauern – Kärnten. Kuratiert von Bernd Lötsch 2006: Künstlersymposion „Atelier an der Donau“, Pöchlarn.Atelier an der Donau 2006. Ausstellungskatalog, Hrsg.: Stadtmarketing „Atelier an der Donau“, Pöchlarn 2006. 2007/2008: Museumszentrum Mistelbach und Stift Melk – Kunst für Menschen in Not. 2007: Galerie 10 – Phantastischer Realismus, Wien. 2008: Niederösterreichisches Landesmuseum, St. Pölten – Präsentation NÖ Kunstproviant 2 und NÖ Kunst Startproviant. 2010: Kleine Galerie – Life and Vision, Wien. 2011: Kleine Galerie – Jahresausstellung, Wien. 2011: Phantastenmuseum Wien – Eröffnungsausstellung.Katalog / Phantastenmuseum Wien. Phantastenmuseum Wien, Wien 2011. Bibliografischer Nachweis: https://katalog.slub-dresden.de/id/0-751050415 2012: Stadtmuseum St. Pölten – „Implodionen“, Kunstverein Süd Ost. 2012/13: Fantastikum- Grafikausstellung des NÖ Kulturforums in Zusammenarbeit mit dem Phantastenmuseum Wien und BravDa. 2012: Altes Rathaus Viechtach – Austonauten, Viechtach, Deutschland. 2013: SAFE – Salon de l’art fantastique européen, Mont-Dore, Frankreich. Kuratiert von Roger M. Erasmy 2013: Stadtmuseum St. Pölten – Guck!!! Kastengalerie 3 des Kunstvereins Süd Ost. 2013: Art Capital, Grand Palais, Paris – Teilnahme an der Sonderschau des „Wagon de Dalí“. 2014: Safador (Dali) au Mont-Dore 2014 (9. Salon de l’Art Fantastique Européen), Le Mont-Dore, Frankreich. 2014: Antikhof Figl, Plankenberg/Tulln – Ernst Fuchs & Jolanda Richter. Duo‑Ausstellung mit Ernst Fuchs (Maler). 2014: Trierenberg Art – Ungleiche Geschwister, Traun (Duo-Ausstellung mit Michael Maschka). 2015: Kulturzentrum Herrenhof – art-imaginär 2015 – 6. Internationale Ausstellung der phantastischen und visionären Kunst, Mußbach an der Weinstraße, Deutschland 2017: Galerie Jacobsa – Jolanda Richter & Siegfried Zademack, Duo‑Ausstellung, Nürnberg. 2019: Stadtgalerie Wiener Neustadt – Eröffnungsausstellung. 2021: Domenig Galerie in der Ankerbrotfabrik – Spannungsbogen, Kulturverband Favoriten, Wien. 2023: Kunstraum Siegendorf – her*spectives. 2024/2025: Art Palace Prague – Women in Art, Prag, Tschechien – internationale Gruppenausstellung mit 22 Künstlerinnen.

Kunst im öffentlichen Raum 2012–2013: Gestaltung der „Wissen macht gesund“-Bim und eines Busses der Wiener Linien mit dem großformatigen Kunstwerk „Connected“ im Rahmen der Gesundheitskampagne „Wissen macht gesund“. Das Projekt wurde von der Stadt Wien präsentiert und war ein Jahr lang im öffentlichen Raum unterwegs.„30 Meter langes Gesamtkunstwerk!“, in: Kronen Zeitung, Österreich-Teil, 6. September 2012, S. 18. 2018: Skulptur im Generationen- und Bienenpark, Eichgraben, Niederösterreich.Kunst für Bienen im Bienenlehrpark. In: Bezirksblätter Wienerwald/Pressbaum, Jahresrückblick Juli 2018, S. 12.

Auszeichnungen (Auswahl) 2013: Premier Prix beim Salon de l’Art Fantastique Européen (S.A.F.E.) in Le Mont‑Dore, Frankreich. Die Auszeichnung wurde im Rahmen der Veranstaltung von Louis Giscard d’Estaing überreicht; die Auswahl erfolgte durch eine mehrköpfige Jury unter Beteiligung von Roger M. Erasmy, dem Gründer der Bewegung „Dalis Erben“. Über die Veranstaltung berichtete die französische Tageszeitung L’Indépendant (Limoux, 28. Februar 2013, S. 13). Frühere Preisträger waren unter anderem Ludwig Valentin Angerer und Michael Maschka. 2013: Tullnerfelder Kulturpreis.Eine Augenweide sind die Ölbilder von Jolanda Richter. In: Kronen Zeitung, Niederösterreich-Teil, 12. März 2013, S. 25.

Illustration Gemeinsam mit dem Autor Stephan Wolf veröffentlichte Richter im G&G Verlag die Bücher Wiesenwald – Die abenteuerliche Rettung der Bienenkönigin (2021, ISBN 978-3-7074-5257-0) und Weihnachten in Wiesenwald – Das Festkonzert (2023, ISBN 978-3-7074-5298-3). 2023 erhielt sie dafür ein Arbeitsstipendium des österreichischen Kunst- und Kulturministeriums. Beide Titel erschienen in Übersetzungen in der Slowakei und der Ukraine.

Literatur Artis Spectrum Magazine, Vol. 12, 2004, S. 42. Künstlerprofil über Jolanda Richter.

Marcin Kołpanowicz: Jolanda Richter – Gwiezdni Tancerze. Redaktioneller Beitrag in: Artysta i Sztuka, Nr. 14 (Dezember 2014 – Februar 2015), ISSN 2082-9787, S. 84–94.

Weblinks Website von Jolanda Richter

Einzelnachweise

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