mini|hochkant|Silberschnäpper in Uganda

Der Silberschnäpper (Empidornis semipartitus, Synonym: Melaenornis semipartitus) ist ein in Afrika vorkommender Vogel aus der Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae). Er ist der einzige Vertreter der Gattung Empidornis.

Merkmale Silberschnäpper erreichen eine Körperlänge von ca. 18 Zentimetern und ein Gewicht von 22 bis 23 Gramm.Silverbird, Empidornis semipartitus, oiseaux.net, Die Geschlechter unterscheiden sich farblich nicht. Der Kopf, das Rückengefieder sowie die Deckflügel sind silbergrau gefärbt. Die Hand- und Armschwingen sind überwiegend graubraun und mit einem silbergrauen Rand eingefasst. Die Schwanzfedern sind weißgrau. Die gesamte Unterseite von der Kehle bis zum Steiß hat eine orange rote Farbe. Die Iris ist schwarz, Schnabel, Beine und Füße sind dunkelgrau.

Ähnliche Arten Von anderen Fliegenschnäpperarten unterscheidet sich der Silberschnäpper durch die Kombination aus silbergrauer Oberseite und orange roter Unterseite.

Verbreitung und Lebensraum Silberschnäpper kommen in Äthiopien, Tansania, Kenia, Uganda sowie im Sudan vor. Die bevorzugten Lebensräume sind Akaziengrasland und halbtrockenes Buschland mit vereinzelten hohen Bäumen. Die Art kommt auch in Gärten vor. Die Höhenverbreitung reicht von 400 bis auf 1500 Meter.

Lebensweise Silberschnäpper leben einzeln oder paarweise. Sie sind überwiegend baumbewohnend und halten sich bevorzugt in Baumkronen auf, von wo aus sie Insekten jagen. Sie werden auch von fruchttragenden Feigenbäumen (Ficus) angelockt, um dort Insekten zu fangen, die an den Früchten saugen. Zuweilen suchen sie am Boden nach Nahrung, die dann aus kleinen und flügellosen Arten, darunter Ameisen (Formicidae) besteht. In Gefangenschaft gehaltene Vögel fraßen auch Feldheuschrecken (Acrididae) und Mehlwürmer (Tenebrio molitor).

Die Vögel brüten in der Regen- und Trockenzeit, von Mai bis August im Sudan und von April bis Mai sowie von September bis Februar in Ostafrika. Das Nest ist kuppelförmig und wird aus trockenem Gras und kleinen Dornenzweigen hergestellt. Häufig werden alte Nester von Webervögeln (Ploceidae) genutzt. Solche Nester befinden sich meist am Ende eines Dornenbaumzweigs in drei bis sechs Metern Höhe. Die Umgestaltung und Auskleidung eines ehemaligen Webervogelnestes dauert eine Woche oder auch länger. Das Gelege besteht üblicherweise aus zwei Eiern. Die Brut wird hauptsächlich oder ausschließlich vom Weibchen übernommen. Die Brutdauer beträgt 13 bis 15 Tage, die Nestlingszeit 19 bis 21 Tage.

Bestand und Gefährdung Da die Silberschnäpper in ihren Vorkommensgebieten stabile Populationen bilden, werden sie von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „least concern = nicht gefährdet“ geführt.

Literatur Barry Taylor: Silverbird (Empidornis semipartitus), version 1.1. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2024

Weblinks

Einzelnachweise Barry Taylor: Silverbird (Empidornis semipartitus), version 1.1. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2024 Rote Liste Silverbird, eingesehen am 20. Februar 2026,

Kategorie:Fliegenschnäpper