Im ewigen Eis ist ein deutsch-österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2026 mit Veronica Ferres, Tim Oliver Schultz und Salka Weber, der unter der Regie von Felix Herzogenrath nach einem Drehbuch von Marko Lucht entstand. Dies ist der vierte Film der Reihe Alpentod – Ein Bergland-Krimi.

Handlung Hauptkommissarin Birgit Reincke und Kommissar Jonas Becker werden zu einem Geröllfeld in der Nähe des Dorfes Maisching gerufen, wo die Leiche von Timo Aichinger gefunden wurde. Das Opfer war vor zehn Tagen für die Beerdigung seines Vaters nach zwölf Jahren aus Wien in die Heimat zurückgekehrt und wurde von den Jugendlichen Hannes Probst und Louis Grauber gefunden. Parallel dazu findet die forensische Archäologin Dr. Marie Sonnleitner aus Salzburg mit ihrem Team auf einem Gletscher eine mehrere tausend Jahre alte weibliche Leiche. Nachdem Korbinian Ebersbach von der KTU aufgrund einer Verletzung ausfällt, springt Sonnleitner im Fall Aichinger für ihn ein.

Die Ermittler befragen unter anderem Timos Schwester, die Tierärztin Lisa Aichinger, die behauptet, keine Ahnung zu haben, warum Timo Maisching damals verlassen hat. Aichinger senior führte bis zu seinem Tod ein Hotel in Maisching. Rechtsanwalt Julian Roth, der Sohn von Bürgermeisterin Friederike Roth, war mit Timo befreundet und vertrat Timo juristisch, weil es Differenzen zwischen Timo und Lisa gab. Lisa wollte das Hotel verkaufen, weil sie hohe Schulden hat. Sonnleitner findet beim Opfer Ketamin im Blut sowie Textilfasern, die möglicherweise vom Täter stammen.

Becker verdächtigt Lisa Aichinger, nicht nur ihren Bruder, sondern auch ihren Vater ermordet zu haben. Allerdings bestehen keine Zweifel, dass der Vater eines natürlichen Todes gestorben ist. Laut Lisa hatte Timo Antidepressiva mit Ketamin eingenommen, was die Krankenkasse bestätigt. Die Friseurin Trudi hatte Timo wenige Tage vor seinem Tod mit Rosi Grauber gesehen, möglicherweise war ihr Mann Benno eifersüchtig.

Reincke findet heraus, dass vor zwölf Jahren der Tourist Frank Wimmer aus München spurlos verschwunden ist. Wimmer war im Hotel der Aichingers einquartiert. Bei der Suche nach einem Armband, das Marie bei der Bergung der Gletscherleiche verloren hat, finden Marie und Jonas die Leiche von Wimmer. Die Textilfasern unter den Fingernägeln von Timo stammen von der Jacke von Bürgermeisterin Roth. Sie gesteht, dass Timo wegen der Geschichte von damals zur Polizei gehen wollte. Sie hatte Timo ermordet, um ihren Sohn zu schützen. Damals waren Timo, Julian und Wimmer auf einer Bergtour. Wimmer hatte sich verletzt, Julian und Timo kehrten ohne Hilfeleistung alleine ins Tal zurück. Wimmer wurde von der Bürgermeisterin in eine Gletscherspalte gestoßen.

Produktion und Hintergrund Die Dreharbeiten fanden gemeinsam mit der dritten Folge Tiefe Schluchten vom 16. September bis zum 13. November 2025 im Land Salzburg statt. Gedreht wurde unter anderem in Hallein.

Produziert wurde der Film von der Warner Bros. ITVP Deutschland, als Produzentin fungierte Hanna V. Kienbaum. Die Serviceproduktion in Österreich übernahm die Salzburger Moonlake Entertainment (Service-Produzenten Brigitte Wettstein und Hannes Schalle). Unterstützt wurde die Produktion von FISA+, Film in Austria (ABA) sowie der Filmförderung des Landes Salzburg.

Die Kamera führte Dominik Berg, die Musik schrieben René Dohmen und Joachim Dürbeck, die Montage verantworteten Henning Stöve und Vincent Assmann und das Casting Phillis Dayanir. Das Kostümbild gestalteten Alexander Beck und Michaela Rinker, das Szenenbild Michael Wiese, den Ton Martin Rohrmoser und die Maske Elke Lebender. Als Stunt Coordinator fungierte Joe Tödtling.

Veröffentlichung Auf ServusTV wurde der Film am 21. März 2026 erstmals ausgestrahlt, die Erstausstrahlung auf RTL war am 24. März 2026.

Rezeption Kritiken Tilmann P. Gangloff vergab auf tittelbach.tv 3,5 von 6 Sternen. Die Folge erzähle eine interessante Geschichte, Comedy-Elemente bereicherten die Reihe um eine zumindest für Alpentod ungewohnte Farbe. Wenn es emotional wird, bewege sich die Inszenierung sogar bedenklich in Richtung Telenovela-Niveau. Die Naturaufnahmen seien allerdings prächtig.

tvspielfilm.de befand, dass die Folge von Vorhersehbarkeiten abgesehen ein Vergnügen sei, führten Regisseur und Autor doch effizient vor, wie sich eine ganze Gemeinde durch kollektives Schweigen mitschuldig machen kann. Das Tempo sei durchweg hoch, das Darstellerensemble enthusiastisch dabei, und die Gletscheraufnahmen sorgten für eine beachtliche Atmosphäre.

Oliver Armknecht vergab auf film-rezensionen.de fünf von zehn Punkten. Die Folge sei noch einmal humorvoller geworden und durchaus amüsant. Auch die Bilder und die Spielfreude seien positiv. Der Krimi an sich sei jedoch maximal Durchschnitt.

Quote Die Erstausstrahlung auf RTL am 24. März 2026 erreichte 3,04 Millionen Seher bei einem Marktanteil von 14,0 Prozent.

Weblinks

Alpentod – Im ewigen Eis auf servustv.com Alpentod – Im ewigen Eis auf presse.servustv.com

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