Der Rosenschnäpper (Petroica rosea) ist ein ca. 11 Zentimeter großer Vertreter aus der Familie der Südseeschnäpper. Eine andere Bezeichnung für diese Art lautete Rosenpetroica.
Aussehen 200px|miniatur|links|Weiblicher Rosenschnäpper Der männliche Rosenschnäpper hat ein graues Rückengefieder, der Bauch ist weiß. Das Kopfgefieder ist ebenfalls grau. Besonders auffällig ist der rote Brustbereich. Der dünne Schnabel und die Beine sind ebenfalls grau. Das Weibchen hat ein größtenteils graues Gefieder, der Brustbereich ist leicht rosafarben gezeichnet.
Verbreitung 200px|miniatur|links|Verbreitungskarte des Rosenschnäppers Diese Art bewohnt die Bergregenwälder, feuchten Hartlaubwälder an der östlichen und südöstlichen australischen Pazifikküste. Auf der Insel Tasmanien taucht diese Art nur sporadisch auf. Im Winter ziehen sie in die Trockenwälder. Im Northern Territory ist diese Art auch schon vereinzelt gesichtet worden.
Lebensweise Der Rosenschnäpper vertilgt Fluginsekten, aber auch Raupen, Ameisen und Spinnentieren, die er von Blättern von Bäumen und Sträuchern absammelt. Sein Gesang erinnert an ein Tick-Tick.
Fortpflanzung Die Brutzeit beginnt Ende September und dauert bis Anfang Februar. Das Brutpaar legt sein Nest in den Ästen von Bäumen meist in einer Höhe von 1 bis 20 Metern über dem Erdboden an. Den Nestbau übernimmt das Weibchen meist allein. Das Nest ist ein sehr kunstvoll geflochtenes Bau der mit Rinden- und Flechtenteilen verkleidet wird. Das Gelege des Rosenschnäpper umfasst 2 bis 3 kleine blaugrüne mit braunen Flecken versehene Eier. Die Brutdauer beträgt 13 Tage oder etwas länger, in dieser Zeit wird das Weibchen vom Männchen mit Nahrung versorgt. Den geschlüpften Nachwuchs versorgen beide Elternvögel gemeinsam. Eine zweite oder gar dritte Brut in einer Saison ist je nach Nahrungsangebot möglich. Sie sind Wirtsvögel von Brutparasiten wie Kuckucksvögeln der Gattungen Cuculus und Chrysococcyx.
Gefährdung und Schutzmaßnahmen Aufgrund ihrer weiten Verbreitung und weil für diese Art keine Gefährdungen bekannt sind, stuft die IUCN diese Art als ungefährdet (Least Concern) ein.
Literatur Tierwelt Australiens und der Antarktis Seite: 66,67 ARTIA, Praha 1986 DIE BLV Enzyklopädie Vögel der Welt Seite: 199 BLV Buchverlag GmbH & Co. KG München 2004, ISBN 3-405-16682-9 Enzyklopädie der Tierwelt Vögel Seite: 201 Orbis Verlag GmbH München 2003, ISBN 3-572-01378-X Atlas der Vogelwelt Seite: 185 Verlag GmbH Remseck bei Stuttgart 1994, ISBN 3-8122-3399-1
Weblinks
Kategorie:Südseeschnäpper