Die Synagoge in Rockenhausen (Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz) war das Gotteshaus der jüdischen Gemeinde der Stadt. Sie wurde am 13. August 1885 eingeweiht. Sie bestand aus dem um 1874 gebauten Haus Gutenbrunnenstraße 1, das zur Synagoge mit Schulzimmer und Lehrerwohnung umgebaut wurde. Der Betsaal befand sich neben dem Unterrichtsraum, die Lehrerwohnung im Dachgeschoss. Der Betsaal hatte 60 Plätze für Männer und 35 für Frauen. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge zerstört.Synagoge Gutenbrunnenstraße (Rockenhausen) Jewish-places.de
Das Gebäude wurde danach als Luftschutzschule zweckentfremdet und im Mai 1940 erst der Stadt, im August 1941 dann dem Landkreis als Besitz übertragen. Das Landratsamt nutzte die Synagoge – nach der Rückübertragung 1949 an die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz – bis Anfang der 1970er Jahre. Im September 1975 kam die ehemalige Synagoge wieder in Besitz der Stadt, die sie dann Ende der 1970er Jahre abbrechen ließ. Heute befindet sich dort ein Parkplatz mit einer Hinweistafel. Der Chanukkaleuchter aus der Synagoge ist im Heimatmuseum von Rockenhausen ausgestellt.
Weblinks Rockenhausen (VG Nordpfälzer Land, Donnersbergkreis) Jüdische Geschichte / Synagoge Alemannia Judaica (Bildergalerie)
Einzelnachweise
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