70.000 bar ist der Titel der 66. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.

Handlung Der nach einem Unfall querschnittsgelähmte Dr. Ralf Soleg hegt den Verdacht, seine Ehefrau Gundy wolle sich von ihm lösen und unterhalte eine außereheliche Beziehung. Seine Schwester Helma Golland wendet sich daraufhin an Rechtsanwalt Dr. Rainer Franck und Privatdetektiv Josef Matula. Sie trägt vor, Werner Tross habe ihren Bruder seinerzeit in alkoholisiertem Zustand mit einem Lieferwagen angefahren. Zwar habe Tross die hierfür verhängte Strafe verbüßt, tatsächlich habe es sich jedoch nicht um einen Unfall, sondern um einen gezielten Anschlag im Auftrag einer dritten Person gehandelt. Sie beschuldigt indirekt ihre Schwägerin. Dr. Soleg weist diese Darstellung zwar gegenüber seiner Schwester und Dr. Franck zurück, konfrontiert jedoch seine Ehefrau mit dem geäußerten Verdacht.

Im Zuge seiner Nachforschungen verschafft sich Matula Zutritt zu Tross’ Büro und fotografiert einen Zahlungsbeleg, aus dem hervorgeht, dass kurz nach dem Unfall ein Betrag in Höhe von 70.000 DM auf dessen Konto eingezahlt wurde. Wenig später sucht Tross Matula in dessen Wohnung auf und fordert eine Erklärung für dessen Ermittlungen. Auf die Frage nach der Herkunft des Geldes reagiert Tross ausweichend. Matula konfrontiert ihn mit dem Verdacht, es handle sich um eine Gegenleistung für die Ausführung des Anschlags auf Dr. Soleg.

Kurz darauf findet Helma Golland ihren Bruder verängstigt in dessen Haus vor. Unmittelbar zuvor hatte Tross ihn aufgesucht. Gegenüber Franck erklärt dieser, er habe sich für den damaligen Unfall entschuldigen wollen. Seine Lebensgefährtin Lore Wenck behauptet, sie habe ihm die 70.000 DM damals zur Verfügung gestellt. Franck fordert Tross auf, zur Aufklärung beizutragen. Da dieser seine Strafe bereits verbüßt habe, könne er gemäß Artikel 103 Absatz 3 des Grundgesetzes selbst bei weitergehender Schuld nicht erneut für dieselbe Tat verurteilt werden. Schließlich räumt Tross ein, telefonisch von einem Unbekannten beauftragt worden zu sein.

Helmas Ehemann Fritz Golland äußert sowohl gegenüber seiner Frau als auch gegenüber Dr. Soleg Unmut über deren intensives Engagement für ihren Bruder. Auch Gundy Soleg sucht das Gespräch mit ihrer Schwägerin und wirft ihr vor, sich in die Ehe gedrängt zu haben. Helma Golland wiederum beschuldigt inzwischen offen gegenüber Franck ihre Schwägerin, hinter dem vermeintlichen Anschlag zu stehen. Unmittelbar nach dem Unfall habe sie diesen Verdacht bereits gegenüber der Polizei äußern wollen, sei jedoch von ihrem Ehemann davon abgehalten worden.

Die Ermittlungen nehmen eine Wendung, als Werner Tross gezielt mit einem Auto überfahren und getötet wird. Bei dem Zusammenstoß reißt der Außenspiegel des Fahrzeugs ab. Matula ermittelt, dass es sich dabei um den Wagen des Ehepaars Golland handelte. Für die Tatzeit kann Fritz Golland jedoch ein Alibi vorweisen. Schließlich gesteht Lore Wenck, dass Tross die 70.000 DM damals bei einem Überfall erbeutet habe und der Zusammenstoß mit Dr. Soleg tatsächlich ein davon unabhängiger Unfall gewesen sei. Es stellt sich heraus, dass Helma Golland Tross überfahren hat, nachdem dieser sich geweigert hatte, Gundy Soleg fälschlich zu belasten. Ihr Handeln begründet sie mit dem Bestreben, ihren Bruder um jeden Preis schützen zu wollen.

Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen.

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Einzelnachweise

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