mini|Sébastienne Guyot (1926) Sébastienne Guyot (geboren am 26. April 1896 in Pont-l’Abbé im Département Finistère und gestorben am 22. August 1941 in Paris) war eine französische Luftfahrtingenieurin und Spezialistin für Aerodynamik. Sie war eine der ersten Frauen, die an der École Centrale Paris aufgenommen wurden.
Leben Sébastienne Guyot stammte aus einer bescheidenen Familie und hatte drei Brüder. Ihr Vater Sébastien war Adjutant der Gendarmerie. Ihr älterer Bruder Georges (1894–1982) wird Pilot im Ersten Weltkrieg. Ihre jüngeren Brüder Roger (1901–1980) und René (1903–1977) waren beide Absolventen der École polytechnique.
Sébastienne Guyot war Lehrerin in der Region Vannes, als sie 1917 erfuhr, dass die École Centrale Paris beschlossen hatte, auch Frauen aufzunehmen. Sie kündigte daraufhin ihre Stelle, um sich auf die Aufnahmeprüfung am Lycée Jules-Ferry in Paris vorzubereiten. Sie ist eine von sieben Frauen, die die Aufnahmeprüfung 1918 bestanden. Sie wählte die Fachrichtung Maschinenbau, das damals auch Elektrotechnik umfasste. Sie erwarb ihr Ingenieurdiplom im Jahr 1921.
Von 1921 bis 1928 arbeitete sie in der Luftfahrt in einem Ingenieurbüro in Issy-les-Moulineaux unter der Leitung von Louis de Monge und von 1929 bis 1935 an Wasserflugzeugen bei der Firma Lioré & Olivier in Argenteuil. Dort war sie insbesondere an der Konstruktion der Rümpfe und Schalen mehrerer Wasserflugzeuge beteiligt. 1932 beschloss sie, das Fliegen zu lernen, und kaufte ein Flugzeug vom Typ Farman 231. Anschließend arbeitete sie an Hubschraubern und war an der Entwicklung einer Technik beteiligt, bei der Luft in die Tragflächen geblasen wird, um den Einsatz eines Heckrotors zu vermeiden. Sie meldete mehrere Patente an. mini|Sébastienne Guyot, Gewinnerin der französischen Crosslauf-Meisterschaft der Frauen am 3. März 1929 in Saint-Cloud. Sébastienne Guyot war 1928 und 1929 französische Meisterin im Crosslauf. Sie nahm an den Olympischen Sommerspielen 1928 in Amsterdam im 800-Meter-Lauf teil, schied jedoch bereits in der ersten Runde aus. Bis 1932 nahm sie weiterhin an internationalen Wettkämpfen teil.
Während des Zweiten Weltkriegs war sie Mitglied der Résistance. Als sie 1940 versuchte, ihren Bruder aus dem Lager Mulsanne in der Nähe von Le Mans zu befreien, wurde sie verhaftet, sechs Monate lang inhaftiert und von der Gestapo gefoltert. Sie starb im folgenden Jahr in Paris an den Folgen der Krankheit, die sie sich aufgrund der schlechten Haftbedingungen zugezogen hatte.
Preise und Auszeichnungen
1947: Posthume Verleihung der Médaille de la Résistance
2026: Unter den 72 Namen von Wissenschaftlerinnen für den Eiffelturm
Patente (Auswahl)
Procédé et dispositifs de supersustentation et propulsion pour aéronefs à sustentateurs et propulseurs en mouvement par rapport à lui, FR 746746 A Perfectionnements aux aéronefs et notamment aux aéronefs à sustentateurs et propulseurs en mouvement par rapport à eux, FR 816504 A Perfectionnements aux mobiles (aériens ou sous-marins) à systèmes sustentateurs mobiles par rapport à eux ou systèmes à la fois sustentateurs et propulseurs par rapport à eux, FR 817065 A Perfectionnements à la propulsion, au freinage et à la conduite des mobiles terrestres et marins, FR 825027 A Improvements in swivelling screw propellers, GB 506722 A Stabilization of rotating lifting systems, US 2241786 A
Weblinks
Einzelnachweise
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