Die Wilhelm-Sattler-Realschule ist eine staatliche Realschule in Schweinfurt. Die Schule bietet einen allgemeinbildenden und berufsvorbereitenden Unterricht für Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 an und schließt mit dem Realschulabschluss ab.

Geschichte Die Wilhelm-Sattler-Realschule wurde zum 1. September 1964 mit drei Klassen, vier Lehrkräften und 111 Schülern als „Mittelschule für Knaben“ gegründet. Der Unterricht fand zunächst im Gebäude der Dr.-Pfeiffer-Schule im Stadtteil Oberndorf statt. Nachdem das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium 1974 einen Neubau in der Geschwister-Scholl-Straße bezogen hatte, zog die Realschule in das frei gewordene Schulgebäude in der St.-Kilian-Straße um.

Im November 1987 wurde die Schule nach dem bayerischen Fabrikanten Wilhelm Sattler (1784–1859) benannt, der im 19. Jahrhundert zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Wirtschaftsgeschehens in Schweinfurt gehörte. Sattler war unter anderem Gründer der Schweinfurter Farbenindustrie und Begründer einer Tapetenproduktion in Bayern.

Als eine der ersten bayerischen Realschulen beteiligte sich die Wilhelm-Sattler-Realschule ab dem Schuljahr 1994/95 am Modellversuch zur Einführung der sechsstufigen Realschule („R6“), die bereits mit der Jahrgangsstufe 5 einsetzt. Bis dahin hatte die Realschule üblicherweise mit der Jahrgangsstufe 7 begonnen. Mit der Aufnahme von Mädchen in den Jahrgangsstufen 5 und 7 im darauffolgenden Schuljahr wird die Schule seitdem koedukativ geführt.

Zwischen 1993 und 1997 wurden die Schulgebäude grundlegend saniert. 2004 erfolgte der Neubau der Sporthalle. Infolge der Einführung der sechsstufigen Realschule sowie der Koedukation stiegen die Schülerzahlen deutlich an und erreichten zwischen 2002 und 2004 mit über 1000 Schülerinnen und Schülern ihren bisherigen Höchststand. 2009 wurde ein dreigeschossiger Erweiterungsbau mit Mensa, Aula und zusätzlichen Unterrichtsräumen eingeweiht.

Schulprofil mini|Wilhelm-Sattler-Realschule in Schweinfurt, Eingang Die Realschule verfolgt ein inklusives Schulprofil und fördert Schüler mit unterschiedlichen Begabungen.

Wahlpflichtfächergruppen Ab der siebten Jahrgangsstufe werden verschiedene Wahlpflichtfächergruppen angeboten: mathematisch-naturwissenschaftlicher Zweig wirtschaftlicher Zweig sprachlicher Zweig (Französisch) gestalterischer Zweig (Werken)

Profilbereiche Teilnahme am Projekt „Digitale Schule der Zukunft“, bei dem alle Schüler ab der siebten Jahrgangsstufe mit einem iPad ausgestattet sind MINT-Förderung im mathematischen-naturwissenschaftlichen und technisch-praktischen Bereich Talentförderung für leistungsstarke Schüler und Teilnahme an der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule“ Kooperationen zur Unterstützung des Übergangs zu weiterführenden Schulen Engagement als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ seit 2025 Auszeichnung als „Klimaschule Bayerns“ Schülervertretung (SMV)

Außerschulische Angebote Die offene Ganztagsschule wurde 2009 eingeführt und umfasst ein gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung sowie verschiedene Arbeitsgemeinschaften und Freizeitangebote.

Darüber hinaus nimmt die Schule regelmäßig an pädagogischen und sozialen Projekten teil, darunter Ausstellungen und Bildungsaktionen zu historischen oder gesellschaftlichen Themen. Auch gesundheits- und suchtpräventive Programme sowie Wettbewerbe gehören zum Schulleben. Sport- und Freizeitangebote, Mountainbike, Klettern, Triathlon oder Fußball werden in Kooperation mit lokalen Vereinen, wie dem DAV Schweinfurt, der TG Schweinfurt oder dem 1. FC Schweinfurt angeboten.

Schulleiter 1964–1971: Hans Jenicek 1971–1981: Franz Schnobrich 1981–1997: Guntram Langhirt 1997–2008: Hans Kralik 2008–2014: Klaus Rehberger 2014 – heute: Georg Harbauer

Einzelnachweise

Kategorie:Realschule in Bayern Kategorie:Bildung in Schweinfurt Kategorie:Organisation (Schweinfurt) Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1964 Kategorie:Ehemalige Jungenschule