mini|Anna Rice Cooke Anna Charlotte Rice Cooke (* 5. September 1853 in Honolulu; † 8. August 1934 ebenda) war eine Kunstmäzenin in Hawaii und die Gründerin des Honolulu Museum of Art.
Leben mini|Anne Cooke, 1927 Anna Rice wurde am 5. September als jüngstes Kind des US-amerikanischen Missionars William Harrison Rice und der Missionarin Mary Sophia Rice, geborene Hyde, geboren. Sie hatte vier Geschwister und besuchte die Punahou School in Honolulu, danach das Mills’ Young Ladies Seminary in Benicia, Kalifornien. Am 29. April 1874 heiratete sie den Geschäftsmann Charles Montague Cooke. Auch er stammte aus einer Missionarsfamilie. Das Paar hatte acht Kinder, von denen zwei im Säuglingsalter starben: Charles Montague, Jr. (geb. 1874), Clarence Hyde (geb. 1876), William Harrison (1879–1880), George Paul (geb. 1881), Richard Alexander (geb. 1884), Alice Theodora (geb. 1888) sowie die Zwillinge Dorothea (1891–1892) und Theodore Atherton.
Philanthropie mini|Honolulu Museum of Art, am Thomas Square Das Paar gelangte durch die erfolgreichen unternehmerischen Aktivitäten von Charles Cookes, der unter anderem die Bank of Hawaii gegründet hatte, zu Wohlstand. Sie errichteten ein großes viktorianisches Holzhaus auf einem ganzen Häuserblock im Zentrum von Honolulu und dort lebte die Familie. Sie unternahmen ausgedehnte Reisen, auf denen sie Kunstgegenstände und Einrichtungsgegenstände aus Asien und British Columbia für ihr Haus erwarben. Das Paar gründete das Aquarium in Waikīkī, die Rice Hall (ein Studentenwohnheim) und die Cooke-Bibliothek an der Punahou School und den Charles M. und Anna C. Cooke Trust, eine gemeinnützige Stiftung, die ihr Vermögen zum Wohle der Gemeinschaft einsetzte. Charles Cooke starb 1909 und Anna Cooke ging mit ihrer Tochter Alice, dem letzten ihrer Kinder, das das Elternhaus verließ, weiter auf Reisen, von denen sie weitere Gegenstände mitbrachte.
Honolulu Akademie of Art Ihr Haus platzte schließlich aus allen Nähten und so beschloss Anna Cooke, als sie fast 70 Jahre alt war, es abreißen zu lassen und an der Stelle ein Museum zu errichten. In diesem Museum sollte nicht nur ihre umfangreiche Sammlung ausgestellt werden, sondern es sollte auch der Bildung und Inspiration der Inselbewohner, insbesondere der Kinder, dienen. Die Honolulu Academy of Arts wurde am 8. April 1927 eröffnet. Das Gebäude wurde im hawaiischen Stil errichtet und seine Galerien flankieren einen zentralen Hof, der Hawaiis Lage im Pazifik symbolisierte. Im Westen befand sich der orientalische Hof, der westliche Hof lag im Osten.
Cooke plante das Gebäude und katalogisierte ihre Sammlung, daneben initiierte sie ein wegweisendes Bildungsprogramm, um der ethnisch vielfältigen Jugend Hawaiis ihr kulturelles Erbe näherzubringen. Sie gestaltete in Zusammenarbeit mit den Schulen Kunstausstellungen, die den Lehrkräften helfen sollten, ihren Unterricht mit Kunstgeschichte zu bereichern. Um dies auch Kindern zugänglich zu machen, die keine Möglichkeit hatten, das Museum der Akademie zu besuchen, reiste Cooke zu ihnen, brachte Gemälde und andere Kunstgegenstände in ländliche Schulen. Dazu machte sie einen Führerschein.
Selbst lebte sie in einem neuen Haus, welches sie im Stil eines chinesischen Bauernhauses hatte erbauen lassen. Sie kümmerte sich auch weiter um die Akademie, führte lebhafte Gespräche mit den Besuchern und liebte Spiele, besonders Kartenspiele. Anna Cooke starb am 8. August 1934 in Honolulu. An ihrer Beerdigung nahmen Menschen aller Altersgruppen, Ethnien und Gesellschaftsschichten teil.
Weblinks
Anna Rice Cooke auf Manoa Heritage Center Anna Rice Cooke auf encyclopedia.com
Einzelnachweise
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