Secure Frame (auch SFrame) ist ein technischer Standard für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Authentifizierung von Medienframes, insbesondere in Echtzeitkommunikationssystemen wie Videokonferenzen. Der Standard wurde von der Internet Engineering Task Force (IETF) definiert und in RFC 9605 veröffentlicht.
Hintergrund In modernen Videokonferenzsystemen werden häufig Selective Forwarding Units (SFUs) eingesetzt, um Medienströme effizient an mehrere Teilnehmer weiterzuleiten. SFUs leiten die Daten weiter, ohne sie zu mischen oder zu decodieren. Um sicherzustellen, dass die SFU selbst keinen Zugriff auf den unverschlüsselten Inhalt hat, wurde SFrame entwickelt.
Funktionsweise SFrame verschlüsselt einzelne Medienframes und versieht sie mit einer kryptografischen Authentifizierung. Die Schlüsselverwaltung erfolgt zwischen den Endpunkten, nicht über die SFU, sodass die Integrität und Vertraulichkeit der Daten gewährleistet bleibt.
Die Verschlüsselung erfolgt typischerweise pro Frame, wodurch: selektives Weiterleiten von Frames möglich ist, geringe Latenz beibehalten wird, Ende-zu-Ende-Sicherheit gewährleistet ist.
Anwendungen SFrame wird in WebRTC-Videokonferenzen, Streaming-Diensten und anderen Echtzeitkommunikationssystemen eingesetzt, die hohe Sicherheitsanforderungen an die Mediendaten stellen.
Siehe auch WebRTC
Literatur A. Bergkvist et al.: Secure Media Transmission for SFUs. IETF Internet-Draft, 2022.
Einzelnachweise
Kategorie:Verschlüsselungsprotokoll