Wilhelm Philipp Rodler (* 29. April 1835 in Mährisch Trübau, Mährenaron.vychodoceskearchivy.cz – Moravská Třebová, Taufbuch, 1824–1842, Seite 239, 2. ZeileLaut einer Zeitungsmeldung stammt er aus Würbenthal in Schlesien; † 24. Juni 1898 in Laak (heute Log), Gemeinde Lobnitz (heute Gemeinde Ruše), Bezirk Maribor, UntersteiermarkMatricula Online – 163 Ruše, Sterbebuch, 1861–1908, Seite 308, Eintrag Nr. 28, 9. Zeile) war Advokat und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.Rodler, Wilhelm Dr. iur., Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 13. Februar 2026.
Leben Wilhelm Rodler war Sohn des fürstlichen Liechtensteinschen Amtmanns und späteren Schlosshauptmanns Filipp Rodler († 1858). Er studierte von 1852 bis 1855 Rechtswissenschaft an der Universität Wien und promovierte im Jahr 1858 zum Dr. iur. in Graz. Er begann seine Karriere als Notariats- und Advokaturskonzipient und wurde 1868 Advokat in Wien. Im Jahr 1883 ging er in den Ruhestand.
Im Jahr 1877 war er Mitglied des Zentralausschusses und von 1889 bis 1892 Vizepräsident der k.k. Landwirtschaftsgesellschaft in Wien. Er war vor 1876 bis 1885 Vizebürgermeister von Grinzing (welches 1892 nach Wien eingemeindet wurde). Er wurde laut einer Zeitungsmeldung Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Würbenthal/Vrbno pod Pradědem.
Er starb am 24. Juni 1898 im Alter von 63 Jahren auf seiner Besitzung in Laak laut Sterbebuch „infolge Herzfehler an Lungenödem“. Seine Leiche wurde zur Bestattung nach Wien gebracht. Er wurde in der Pfarrkirche St. Othmar eingesegnet und am Grinzinger Friedhof begraben.
Er war römisch-katholisch und ab 1860 verheiratet mit Auguste SchrökingerMatricula Online – Graz-Hl. Blut, Trauungsbuch XXII 1858–1869, Seite 59, Eintrag Nr. 64, 3. Zeile († 1887), mit der er mindestens drei Töchter und vier Söhne hatte, wobei eine Tochter jung verstorben ist. Nach deren Tod heiratete er im Jahr 1888 Alma SimonovitsMatricula Online – Wien 03., St. Othmar unter den Weißgerbern, Trauungsbuch, 1887–1889, Seite 194, Eintrag Nr. 181, 1. Zeile. Einer seiner Söhne war der spätere Verkehrsminister Walther Rodler (1867–1931).
Politische Funktionen Wilhelm Rodler war vom 4. November 1873 bis zum 22. Mai 1879 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (V. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Landgemeinden 9 (Hernals, Klosterneuburg) zuständig.
Klubmitgliedschaften Wilhelm Rodler war ab 1873 Mitglied im Fortschrittsklub und ab dem 30. April 1877 beim Neuen Fortschrittsklub.
Literatur
Rodler Wilhelm, Dr. In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0008, VIII. Session, S. 342–343 (online bei ANNO).
Weblinks Rodler, Wilhelm Dr. iur., Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments
Einzelnachweise
Kategorie:Ehrenbürger von Vrbno pod Pradědem Kategorie:Rechtsanwalt (Österreich) Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich) Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Person (Österreich-Ungarn) Kategorie:Person (Niederösterreich) Kategorie:Geboren 1835 Kategorie:Gestorben 1898 Kategorie:Mann