mini|Christuskirche Oelsnitz Die evangelische Christuskirche ist eine barocke Saalkirche in Oelsnitz/Erzgeb. im Erzgebirgskreis in Sachsen. Sie gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Oelsnitz/Erzgeb. in der Region 2 des Kirchenbezirks Annaberg der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Geschichte und Architektur Die Kirche wurde als Saalkirche in den Jahren 1725/26 unter Verwendung von Teilen des 1724 abgebrochenen gotischen Vorgängerbauwerks erbaut. Eine Erneuerung und Erweiterung des Innern erfolgte im Jahr 1865 in der Formensprache des Rundbogenstils. Die letzte Innenerneuerung wurde in den Jahren 1970–72 vorgenommen; dabei wurden die oberen Emporen und der Altaraufsatz von 1865 entfernt.

Das Bauwerk ist ein Putzbau mit Fünfachtel-Chorschluss. Ein Walmdach und ein hoher Dachreiter mit geschweifter Haube und Zwiebel bilden den Abschluss. Vermutlich im Zuge der Erweiterung 1865 entstandene querschiffartige Anbauten enthalten die Emporen und die Sakristei. Westlich befindet sich eine dreiseitig geschlossene Vorhalle, die am Portal mit 1808 bezeichnet ist.

Im Innern wird der Raum durch eine flache Kassettendecke geschlossen; einfache Emporen sind an drei Seiten eingebaut. Ein Chorbogen führt zum Chor mit Kreuzgratgewölbe.

Ausstattung Die Ausstattung entstammt im Wesentlichen der Zeit um 1865. Die Holzkanzel ist mit Schnitzfiguren versehen, die Christus und die Evangelisten darstellen; sie wurde von Franz Schneider aus Leipzig geschaffen. Eine runde Taufe ist mit der Jahreszahl 1858 versehen, die Zinnschale trägt die Jahreszahl 1726. Das ehemalige Altargemälde im Stil der Nazarener stellt Christus und die Emmausjünger dar und wurde von Franz Schneider aus Leipzig geschaffen. Ein spätgotisches Kruzifix befindet sich jetzt auf dem Altar: es stammt wie zwei sitzende Apostelfiguren aus einer Ölbergsdarstellung aus der Zeit um 1500, alle drei sind ohne Fassung. Spätgotische weibliche Heiligenfiguren sind stark übermalt und stammen vom Anfang des 16. Jahrhunderts.

Zwei Pastorenbildnisse in Halbfigur stellen Gottfried Vollrath und seinen Sohn Leberecht dar; sie stammen aus dem 18. Jahrhundert. Ein barockes Grabdenkmal für Leberecht Vollrath († 1740) befindet sich an der äußeren Südwand.

Die Orgel ist ein Neubau (im Prospekt von 1826) der Firma Eule Orgelbau aus dem Jahr 1959 mit 22 Registern auf zwei Manualen und Pedal.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde Oelsnitz

Einzelnachweise

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