mini|Sara Pérez Romero, 1911 Sara Pérez Romero (* 19. Juni 1870 in San Juan del Río, Querétaro, Mexiko; † 31. Juli 1952 in Mexiko-Stadt, Mexiko) war eine mexikanische Politikerin und Aktivistin. Sie war von 1911 bis 1913 während der Präsidentschaft ihres Mannes Francisco I. Madero die First Lady von Mexiko und war auch als First Lady der Revolution oder Sarita bekannt.
Leben und Werk mini|Sara Pérez de Madero und ihr Ehemann Francisco I. Madero mini|Sara Pérez de Madero und ihr Ehemann mit einer Gruppe von Personen Pérez de Madero war die Tochter des Gutsbesitzers Macario Pérez und Velina Romero de Pérez. Sie verbrachte die ersten Jahre ihrer Kindheit auf der Hacienda von Arroyo Zarco in Querétaro, wo sie Privatunterricht erhielt. Anfang 1893 wurde sie an die Universität Notre Dame in San Francisco geschickt, wo unter anderem Mercedes und Magdalena Madero zu ihren Kommilitoninnen zählten. Die Ferien verbrachten sie gemeinsam in Arroyo Zarco oder San Pedro de las Colonias. Dort lernte sie um 1897 den Bruder ihrer Freundinnen, Francisco I. Madero, kennen, den sie am 28. Januar 1903 in Mexiko-Stadt heiratete. Mit ihrem Ehemann zog sie auf eine der Haciendas der Familie Madero in San Pedro de las Colonias in Coahuila.
Beginn der Mexikanischen Revolution 1909 wurde ihr Ehemann aufgrund seiner politischen Aktivitäten inhaftiert. Sie begleitete ihn bis zu seiner Freilassung gegen Kaution, die sie gemeinsam mit Pedro Antonio de los Santos aus San Luis Potosí in Höhe von 10.000 Pesos arrangierte. 1910 begannen oppositionelle Gruppen um Francisco I. Madero damit, den Sturz des diktatorisch regierenden mexikanischen Präsidenten Porfirio Díaz herbeizuführen, der von 1884 bis 1911 regierte. Sie unterstützte ihren Ehemann zunächst bei seinem Versuch, zum Präsidenten gewählt zu werden, und später bei den Vorbereitungen für die Revolution, die im November 1910 ausbrach. Sie begleitete ihn überall hin, von Soldatenlagern bis zu politischen Kundgebungen, zu Reden und zu Verhandlungen. Sie engagierte sich sozial und versuchte, die Lebensbedingungen der Armen, Kranken, Obdachlosen und Waisen zu verbessern. Sie unterstützte die Aktivitäten ihres Mannes gegen das Regime von Porfirio Díaz und stand ihm während der Schlacht von Juárez zur Seite. Sie mobilisierte persönlich die Truppen und organisierte Veranstaltungen und Feste zur Unterstützung der Opfer der bewaffneten Bewegung. Sie nahm an Arbeiterversammlungen teil und empfing die Organisatoren politischer Klubs.https://anaccim.com/assets/files/biblioteca/San%20Juan%20del%20R%EDo%20a%20trav%E9s%20de%20sus%20personajes.%20Lauro%20Jim%E9nez%20Jim%E9nez%20-%20Coordinador.pdf
Präsidentschaft von Francisco I. Madero Als ihr Mann Präsident war, gründete und leitete sie Vereine, die verschiedene Aktivitäten und Spendenaktionen durchführten, um insbesondere den Opfern der Gewalt zu helfen, die das Land erlitten hatte. Sie organisierte Spendenaktionen zur Förderung der Gründung des La Cruz Blanca Neutral, um Verwundeten auf revolutionärer Seite zu helfen, die vom Roten Kreuz nicht behandelt werden wollten.
Am 9. Februar 1913 stürzte eine Rebellion unter der Führung ehemaliger Anhänger von Porfirio Díaz, unterstützt vom amerikanischen Botschafter Henry Lane Wilson, Francisco I. Madero. Ein Ereignis, das als die Decena Trágica (Die 10 tragischen Tage) in die Geschichte einging. Nach Pedro Lascuráins 45-minütiger Übergangspräsidentschaft errichtete Victoriano Huerta eine Militärdiktatur. Madero wurde von General Victoriano Huerta gefangen genommen.
Aus Angst, dass ihr Mann getötet werden könnte, traf sie mit Botschafter Wilson zusammen und bat ihn, ihrem Mann zu erlauben, in ein anderes Land ins Exil zu gehen, um sein Leben zu retten. Ihre Bemühungen bei Wilson blieben erfolglos und am 22. Februar desselben Jahres wurde Madero ermordet.
Exil und Tod in Mexiko mini|Witwe und Angehörige des ermordeten mexikanischen Präsidenten bei ihrer Ankunft in New York fotografiert. Von links nach rechts: Julio Madero, Mercedes Madero, Sara Pérez de Madero, Rafaela Madero (Schwester von Francisco I. Madero), und Mercedes Zirion (Schwester von Francisco I. Madero). Das kleine Mädchen ist Mercedes Zirion. Sie ging ins Exil nach Kuba und später in die Vereinigten Staaten. Nach dem Ende der Revolution 1921 kehrte sie nach Mexiko zurück. In Mexiko-Stadt lebte sie von einer Rente, die ihr die mexikanische Regierung in Anerkennung ihres Status als Nationalheldin gewährte. Sie starb am 31. Juli 1952 Alter von 82 Jahren und wurde auf dem französischen Friedhof Panteón Francés de la Piedadin in Mexiko-Stadt beigesetzt.
Ehrung Der Paseo de las Heroínas (Weg der Heldinnen) in Mexiko-Stadt ist ein 2002 gestartetes Projekt, welches Frauen ehrt, die einen bedeutenden Beitrag zur mexikanischen Geschichte geleistet haben. Es wurde am 5. März 2023 von der Regierungschefin von Mexiko-Stadt, Claudia Sheinbaum, mit der Enthüllung der Statue von Dolores Jiménez Muro offiziell eingeweiht. Zu dem aus insgesamt 14 Bronzestatuen bestehenden Skulpturenensemble gehört auch die Statue von Sara Pérez Romero.
Literatur Sara Sefchovich: La suerte de la consorte: las esposas de los gobernantes de México: historia de un olvido y relato de un fracaso. Océano, México, D.F., 2002. Lauro Jiménez Jiménez: San Juan del Río a través de sus personajes (PDF). San Juan del Río, Querétaro: Municipio de San Juan del Río, 2017, S. 195–197. ISBN 978-607-7906-53-7.
Weblinks
Youtube-Video: #MujeresEnLaHistoria | Sara Pérez Romero, transformadora de la patria (englisch)
Einzelnachweise
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