mini|hochkant|Tape-Art-Arbeit an einer Straßenlaterne, 2012 Max Zorn ist ein Künstler, der Motive aus Packklebeband auf Acrylglas erstellt, die durch Rückbeleuchtung sichtbar werden. Frühe Arbeiten installierte er ab 2011 als Streetart, die er nachts an Straßenlaternen in Amsterdam anbrachte.

Werk und Technik Zorn arbeitet mit transparentem, braunem und farbigem Packklebeband, das er in mehreren Schichten auf klare Acrylglasplatten aufbringt und anschließend mit einem Skalpell bearbeitet. Durch das Übereinanderkleben entstehen unterschiedliche Dichten und damit Helligkeitsstufen, ausgeschnittene Partien lassen Licht hindurch. Das Motiv wird erst durch Hinterleuchtung deutlich, bei frühen Arbeiten durch Straßenlaternen, später durch LED-beleuchtete Rahmen. Nach Angaben von CBS Sunday Morning nutzt Zorn je nach Motiv bis zu 15 bis 17 Lagen Klebeband.

mini|Kunstwerk Americana, 2024

Laufbahn Zorn brachte ab 2011 in Amsterdam kleinformatige Tape-Art-Arbeiten als Streetart nachts an Straßenlaternen an.

2013 entstand im Rahmen des Amsterdam Light Festivals in Zusammenarbeit mit dem Verzetsmuseum Amsterdam die Installation Children of the War, bei der hinterleuchtete Tape-Porträts über dem Museumseingang angebracht wurden.

mini|Live-Arbeit im Rahmen von SXSW, Austin, 2014 Die Süddeutsche Zeitung berichtete 2015 über Auftritte auf Kunstmessen unter anderem in Hongkong und in Miami während der Art Basel Miami Beach. Artsy stellte 2015 Zorns Arbeitsweise und Motive in einem Porträt vor. 2016 wurden seine Arbeiten auf der Moniker Art Fair in London gezeigt, die Financial Times erwähnte ihn in einer Besprechung der Messe.

Im Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA) in München wurde die Ausstellung „City Lights Tape Art Max Zorn“ vom 21. Oktober 2022 bis 10. September 2023 gezeigt.

Berichterstattung und Rezeption Mehrere Medien stellten Zorns Arbeiten in den Kontext erzählerischer Szenen. Die Süddeutsche Zeitung verwies 2015 auf Bezüge zum Film Noir und zum amerikanischen Realismus. Die BBC griff 2016 Zorns Aussage auf, er komponiere Szenen, in denen er Elemente verschiedener Epochen kombiniert. Wiederkehrend thematisierten Beiträge außerdem die Verbindung von Schneidtechnik, Material und Präsentation. CNN beschrieb 2015 das Arbeiten mit Packklebeband, Skalpell und Hinterleuchtung als unkonventionellen künstlerischen Ansatz. CBS Sunday Morning stellte 2017 die Präsentation an Straßenlaternen als Form der Street Art heraus.

In der Popkultur Im Kriminalroman Lost (2019) von James Patterson und James O. Born wird Max Zorn in einer in Amsterdam spielenden Szene als Urheber einer Tape-Art-Arbeit an einer Straßenlaterne genannt.

Weblinks Offizielle Website Max Zorns

Einzelnachweise

Kategorie:Streetart-Künstler (Niederlande) Kategorie:Zeitgenössischer Künstler Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann