Karl Heinrich „Max“ Gersonde (* 24. Dezember 1885 in Friedrichshof (Kreis Stolp, Pommern); † 15. Januar 1961 in Erlangen) war ein deutscher Kunstmaler und Oberstudiendirektor.

Leben Gersonde war der Sohn des Mühlenbescheiders Karl Friedrich Gottlieb Gersonde und der Stickerin Rosaline Friederike Albertina Witte. Er besuchte von Oktober 1906 bis Ende März 1909 als Tagesvollschüler die Kunstgewerbe – und Handwerkerschule zu Charlottenburg.

Im April 1912 wurde er erstmalig in Glauchau wohnhaft und arbeitete als Maler bei Malermeister Bernhard Krause. Später wurde er Mitinhaber Geschäfts „Krause & Gersonde“. Lokale Bekanntheit erreichte die Firma mit der „Einführung der Fabrikation und Vervielfältigung von künstlerischen Schablonen und Pausen zum Gebrauch in der Dekorationsmalerei“. Im selben Jahr heiratete er Maria Magdalena Kursch in Berlin-Pankow. Am 31. März 1913 meldete Gersonde eine Selbstständigkeit im Malereigeschäft an.

Beim Militär wurde er 1916 aufgrund eines Kniescheibenbruchs ausgemustert. Eine erneute Musterung als Husar wurde auf „stadträtliches Ansuchen“ zurückgestellt. Aus einer Einberufung von April 1916 als Kanonier in Dresden wurde er wegen einer Dienstunbrauchbarkeit am Juni 1916 wieder entlassen. Gersonde, welcher bereits seit 1913 nebenberuflich als Kunstgewerbelehrer bei der König Friedrich August Gewerbeschule tätig war, übernahm ab Juli 1916 (nach anderen Quellen ab April 1919) die hauptamtliche Tätigkeit.

Am 23. April 1935 kam er dem Ruf als Gewerbe-Oberstudiendirektor nach Reichenbach nach. Dort leitete Gersonde bis zur Entlassung durch die Besatzungsmacht aus dem Schuldienst 1945 die „Vereinigte Gewerbe- und Berufsschule“. Größere Bekanntheit erreichte Gersonde 1954 durch eine Ausstellung seines Gemäldes „Töpferei“ bei der Mittelsächsischen Kunstausstellung im Museum am Theaterplatz in Karl-Marx-Stadt. 1956 verließ Gersonde Reichenbach und zog nach Pfaffenhofen und Erlangen, wo er 1961 starb.

Werk Gersondes Bilder behandelten anfangs Landschaftsmotive. Während seines Aufenthaltes in Glauchau malte er Aquarelle und Gemälde aus seiner Heimatstadt (beispielsweise „Marktplatz“), aber auch der nahen Umgebung. Weihnachten 1915 gab es in der König Friedrich August Gewerbeschule eine Ausstellung unter Leitung von Gersonde, welche Gemälde von ihm und Martin Ritter zugunsten des „Eisernen Wehrmann“ gab.

Im Jahre 1916 stiftete er ein Gemälde als Preis für ein Fußballturnier, welches 1917 die SG Olympia Leipzig gewann. 1929 stiftet Gersonde anlässlich des zweiten Heimatfestes in Waldenburg ein Gemälde für den neu errichteten Rathaussaales. Später malte Gersonde auch aber auch lokale Persönlichkeiten, wie beispielsweise das Werk „Alter Weber“ zeigt.

Größere überregionale Ausstellung sind von Gersonde nicht bekannt. In Glauchau hat er seine Bilder im Foyer des Stadttheater präsentiert. Überliefert sind eine Ausstellung anlässlich des Heimatfestes Glauchau 1928 und des zweiten Heimatfestes Waldenburg 1929. Dort erfolge eine Ausstellung von über 300 Werken von Gersonde, Lehmann-Fahrwasser (Charlottenburg), Hahn (Zwickau) und lokalen Künstlern.

Förderungen Gersonde trat mehrfach als Förderer im Sport – insbesondere Fußball – sowie in der Kunst auf. Belegt ist, dass er als Vorstandsmitglied des VfB Glauchau und ab 1937 Leiter des Sportvereins Reichenbacher FC tätig war. 1916 stiftete er ein Gemälde für die Mitteldeutschen Fußballmeisterschaft des VMBV (Verband Mitteldeutscher Ballspiel-Vereine).

Belegt ist, dass Wolfgang Mattheuer Schüler von Gersonde war und entsprechend gefördert wurde. Zudem ist belegt, dass der Illustrator Gerhard Lahr bei Gersonde in der Volkshochschule Zeichenstunden nahm und dieser ihm zu einem Studium riet.

Nachkommen Gersonde hatte zwei Söhne und zwei Töchter:

„Ursula“ Margot Gersonde; Stenotypistin [1913–1945] Ingeborg Gersonde; Berufsberaterin [1914–2005] Ortwin Gersonde [1915–1982] Winfried Gersonde; Gefreiter [1919–1941]

Literatur

Weblinks

Max Gersonde als Lehrer von Gerhard Lahr Stammbaum bei GEDBAS Ausstellung zugunsten des "Eisernen Wehrmanns" 1915 im Schönburger Tageblatt und Waldenburger Anzeiger Stiftung des Fußball-Bildes im Leipziger Tageblatt (1916) Stiftung Bild für Rathaussaal Waldenburg im Schönburger Tageblatt und Waldenburger Anzeiger (1929) Gersonde in Pfaffenhofen im Adressbuch für Stadt und Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm 1957

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