mini|Rodrigo Sorogoyen (2026) Rodrigo Sorogoyen del Amo, auch bekannt als Ruy Sorogoyen (* 16. September 1981 in Madrid) ist ein spanischer Filmregisseur, -produzent und Drehbuchautor.
Leben
Ausbildung Rodrigo Sorogoyen wurde in Madrid geboren und ist der Enkel des Filmregisseurs Antonio del Amo. Er machte zunächst einen Abschluss in Geschichte an der Universität Complutense de Madrid, bevor er für das Studium Drehbuchschreiben an die Filmschule Septima Ars in Madrid wechselte. 2004 schrieb er sich an der Filmhochschule Escuela de Cinematografía de la Comunidad de Madrid (ECAM) ein und begann mit seinen ersten Arbeiten als Drehbuchautor für Spielfilme.
Karriereanfänge 2008 führte Sorogoyen gemeinsam mit Peris Romano Regie bei dem Film 8 citas., einer romantischen Komödie, die acht Geschichten erzählt. Der Film wurde auf dem Filmfestival Málaga vorgestellt, wo er großen Zuspruch fand. 2010 gründete Sorogoyen gemeinsam mit drei Kommilitonen der ECAM die Produktionsfirma Caballo Films.
Für Fernsehserien wie Impares (2008), La pecera de Eva (2010), Vida loca (2011) und Frágiles (2013) hat Rodrigo Sorogoyen bei dutzenden Episoden Regie geführt.
Arbeit als Regisseur 2013 kam der Film Stockholm mit einem Drehbuch von Isabel Peña und Rodrigo Sorogoyen in die Kinos. Der Film wurde äußerst erfolgreich und wurde beim Filmfestival Málaga mit drei Biznagas de Plata ausgezeichnet. Außerdem erhielt er eine besondere Erwähnung, den Signis-Preis für den besten Film und den Preis der Jugendjury ebenfalls für den besten Film. Sorogoyen wurde als bester Regisseur ausgezeichnet und erhielt zusammen mit seiner Co-Autorin Isabel Peña den Preis für das beste Drehbuch. Einer der Hauptdarsteller, Javier Pereira, erhielt den Goya als bester Nachwuchsdarsteller.
2016 folgte der Film Que Dios nos perdone, bei dem Sorogoyen Regie führte und für den er erneut mit Peña das Drehbuch geschrieben hatte. mini|Rodrigo Sorogoyen beim Goya 2019 Sein 2017 veröffentlichter Kurzfilm Madre, bei dem Sorogoyen sich für Regie, Drehbuch und Produktion verantwortlich zeigte, wurde mit einem Goya als bester Kurzfilm ausgezeichnet und in der Kategorie Bester Kurzfilm bei der Oscarverleihung 2019 nominiert. Zwei Jahre später folgte eine Langfilmversion des Films.
Im Januar 2019 war der Film Macht des Geldes (El reino) über die Korruption in Spanien der große Gewinner der Premios Feroz 2019. Der Film gewann fünf der zehn Trophäen, für die er nominiert war: Bester Spielfilm, Bester Regisseur, Bester Hauptdarsteller (Antonio de la Torre), Bester Nebendarsteller (Luis Zahera) und Bestes Drehbuch mit Isabel Peña. Bei der Verleihung des Goya 2019 gewann der Film sieben Preise, Sorogoyen selbst den Preis für die beste Regie und das beste Originaldrehbuch, gemeinsam mit Isabel Peña.
Im Jahr 2020 wurde sein bekanntestes Fernsehwerk, die Miniserie Antidisturbios veröffentlicht, produziert und ausgestrahlt von Movistar+, erneut mit Isabel Peña als Drehbuchautorin, diesmal in Zusammenarbeit mit Eduardo Villanueva. Die Produktion erhielt zahlreiche Nominierungen und Auszeichnungen für die Serie und ihre Darsteller, darunter den Feroz für die beste Serie, den besten Hauptdarsteller (Hovik Keuchkerian) und den besten Nebendarsteller (Patrick Criado).
Auch sein nächster Film, Wie wilde Tiere (2022), wurde erneut mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Publikumspreis der Stadt Donostia für den besten europäischen Film bei der 70. Ausgabe des Festival Internacional de Cine de San Sebastián und neun Goyas.
Filmografie 2008: 8 citas 2008–2010: Impares (Fernsehserie, 43 Folgen) 2010–2011: Impares premium (Fernsehserie, 10 Folgen) 2010–2011: La pecera de Eva (Fernsehserie, 221 Folgen) 2011: Vida loca (Fernsehserie, 6 Folgen) 2012–2013: Frágiles (Fernsehserie, 13 Folgen) 2013: Stockholm 2014: El iluso (Kurzfilm) 2015: Rabia (Fernsehserie, 1 Folge) 2016: Die Morde von Madrid (Que Dios nos perdone) 2017: Madre (Kurzfilm) 2018: Macht des Geldes (El reino) 2019: Madre 2020: En casa (Fernsehserie, 1 Folge) 2020: Antidisturbios (Fernsehserie, 6 Folgen) 2021: Historias para no dormir (Fernsehserie, 1 Folge) 2022: Wie wilde Tiere (As bestas) 2022: Apagón (Fernsehserie, 1 Folge) 2024: Ana und Oscar (Los años nuevos) (Fernsehserie, 4 Folgen)
Auszeichnungen und Nominierungen Goya 2014: Nominierung in der Kategorie Beste Nachwuchsregie (Stockholm) 2017: Nominierung in der Kategorie Beste Regie (Die Morde von Madrid) 2017: Nominierung in der Kategorie Bestes Drehbuch (Die Morde von Madrid) 2018: Auszeichnung in der Kategorie Bester Kurzfilm (Madre) 2019: Auszeichnung in der Kategorie Beste Regie (Macht des Geldes) 2019: Auszeichnung in der Kategorie Bestes Drehbuch (Macht des Geldes) 2023: Auszeichnung in der Kategorie Bester Film (Wie wilde Tiere) 2023: Auszeichnung in der Kategorie Beste Regie (Wie wilde Tiere) 2023: Auszeichnung in der Kategorie Bestes Drehbuch (Wie wilde Tiere)
Oscar 2019: Nominierung in der Kategorie Bester Kurzfilm (Madre)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Goya-Preisträger Kategorie:Spanier Kategorie:Geboren 1981 Kategorie:Mann