Paul Douglas Johnson (* 2. Februar 1949 in Los Angeles, Kalifornien; † 12. August 2003) war ein US-amerikanischer Filmtechniker und Entwickler von elektronischen Geräten zur Erzeugung visueller Effekte, insbesondere im Bereich der Motion-Control-Fotografie. Er wurde zweimal mit dem Oscar für Wissenschaft und Entwicklung und einmal mit dem Oscar für technische Verdienste ausgezeichnet.

Leben Paul Johnson wurde 1949 in Hollywood geboren.Obituary Paul Douglas Johnson. In: Los Angeles Times, 15. August 2003. Er besuchte die Taft High School und begann seine berufliche Karriere beim Audiohersteller JBL in Los Angeles. Auch ohne formale Ausbildung übernahm er dort bald mehr Verantwortung und wurde zum Ingenieur befördert. Er entwickelte bei JBL verschiedene Audiokomponenten und reichte 1976 einen von ihm entwickelten neuartigen Steckverbinder zur Patentierung ein; das Patent wurde im August 1977 gewährt.

In den späten 1970er Jahren verlagerte er sein Tätigkeitsfeld in die Filmbranche, wo er zunächst als Modelbauer arbeitete. Während der Produktion des Science-Fiction-Films Star Trek: Der Film wurde er vom Spezialeffektunternehmen Apogee, Inc. für elektrotechnische Arbeiten eingestellt und kurz darauf zum Effects Stage Manager befördert. Johnson schrieb eigenständig das erste Computerprogramm für die Motion-Control-Fotografie.

1982 gründete Johnson zusammen mit Alvah J. Miller, mit dem er bei Apogee gearbeitet hatte, das Unternehmen Lynx Robotics, mit dem sie weiter an der Entwicklung und Verfeinerung der Motion-Control-Technologie arbeiteten.Lynx Robotic. In: lynxrobotics.com (Archiv-Version, September 2003), abgerufen am 8. Februar 2026. Johnson wirkte an der Entstehung von Filmen wie Operation: Broken Arrow, Titanic oder Akte X – Der Film als Motion-Control-Experte mit.

Paul Johnson war von 1982 bis 1989 mit Jana Erland verheiratet; aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor. Mit seiner zweiten Frau Karen Johnson war er bis zu seinem Tod verheiratet. Er starb am 12. August 2003 im Alter von 54 Jahren an Darmkrebs.

Filmografie 1979: Star Trek: Der Film (Star Trek: The Motion Picture) 1982: Firefox 1985: Lifeforce – Die tödliche Bedrohung (Lifeforce) 1987: Predator 1987: Mel Brooks’ Spaceballs (Spaceballs) 1988: Meine Stiefmutter ist ein Alien (My Stepmother Is an Alien) 1989: Little Monsters: Kleine Monster (Little Monsters) 1990: Ghost Dad 1991: Hook 1996: Operation: Broken Arrow (Broken Arrow) 1997: Titanic 1998: Akte X – Der Film (The X-Files) 1998: T-Rex: Back to the Cretaceous 1998: Star Trek: Der Aufstand (Star Trek: Insurrection)

Auszeichnungen Johnson wurde zweimal mit dem Oscar für Wissenschaft und Entwicklung ausgezeichnet:Paul Johnson. In: awardsdatabase.oscars.org, abgerufen am 8. Februar 2026. Oscarverleihung 1989: Auszeichnung mit dem Scientific and Engineering Award, an Bill Tondreau (Tondreau Systems), Alvah J. Miller und Paul D. Johnson (beide Lynx Robotics), Peter Regla (Elicon), Dan Slater, Bud Elam (Interactive Motion Central), Joe Parker (Interactive Motion Central) und Billy Bryan (Interactive Motion Central), Jerry Jeffress, Ray Feeney, Bill Holland, Kris Brown „für ihre individuellen Beiträge und die gemeinsamen Fortschritte, die sie der Filmindustrie im Bereich der Motion-Control-Technologie gebracht haben“ Oscarverleihung 2001: Auszeichnung mit dem Scientific and Engineering Award, an Alvah J. Miller und Paul D. Johnson (Lynx Robotics) „für das Elektronik- und Softwaredesign des Lynx C-50 Kameramotorsystems. Dieser Kameramotor, der mit programmierbaren Mikroprozessoren betrieben wird, erreicht einen beispiellosen Bereich präzise gesteuerter Geschwindigkeiten in eigenständigen Kameras oder bei Synchronisation mit Bewegungssteuerungssystemen.“

Ebenfalls erhielt er 2001 den Oscar für technische Verdienste: Oscarverleihung 2001: Auszeichnung mit dem Oscar für technische Verdienste, an Bill Tondreau (Kuper Systems), Alvah J. Miller, Paul D. Johnson (beide Lynx Robotics) und David Stump (Visual Effects Rental Services) „für die Konzeption, das Design und die Entwicklung von Datenerfassungssystemen, die eine überragende Genauigkeit, Effizienz und Wirtschaftlichkeit bei der Erstellung von Composite-Bildern ermöglichen. Diese Systeme zeichnen Live-Action-Kamera- und Achsen-Daten digital auf, ohne den Live-Action-Produktionsprozess nennenswert zu beeinträchtigen, wodurch die Komposition visueller Effekte schneller und kostengünstiger wird.“

Weblinks

Paul D. Johnson bei academycollection.org

Einzelnachweise

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