Roya ist ein Spielfilm der Regisseurin Mahnaz Mohammadi, der die Wahrnehmungen einer Frau erzählt, die im Evin-Gefängnis inhaftiert wird. Roya feierte 2026 seine Premiere in der Panorama-Sektion der 76. Berlinale.

Handlung In einer Zelle des iranischen Evin-Gefängnisses ist Roya eingesperrt. Sie darf die Zelle nur mit Hijab verlassen, und während eines Verhörs versuchen die Beamten, ihr vor laufender Kamera ein Geständnis zu erzwingen. Als Lehrerin hatte sie ihre Schülerinnen ermutigt, die Kopfbedeckung abzulegen.

Die Isolationshaft mit gleißendem Licht, dem Verlust des Zeitgefühls, unzureichender Ernährung, dem Verbot, die Toilette zu benutzen und weiteren unmenschlichen Bedingungen bringt Roya an den Rand des Verstands. Sie halluziniert Szenen aus ihrem Leben außerhalb der Gefangenschaft: Sie besucht ihren demenzkranken Vater, fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und trägt dabei ihre Haare offen.

Produktion und Hintergründe mini|hochkant|Mahnaz Mohammadi Mahnaz Mohammadi setzt sich seit vielen Jahren für Frauenrechte im Iran ein und dokumentiert in ihren Filmen den Widerstand iranischer Frauen gegen das Islamistische iranische Regime. Aufgrund ihrer Arbeit wurde sie mehrfach verhaftet und verbrachte mehrere Monate im Evin-Gefängnis. Das iranische Regime untersagte ihr offiziell, Filme zu drehen, und warf ihr Spionage vor. Seit 2022 realisiert sie ihre Filme außerhalb des Iran.

Veröffentlichung Roya feierte seine Weltpremiere bei der Berlinale 2026 in der Panorama-Sektion. Die Ankündigung fiel in eine Phase, in der die politische Lage im Iran angespannt war und die prodemokratischen Proteste gegen das autoritäre Regime der Islamischen Republik andauern.

Weblinks

Roya auf berlinale.de

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Frauenrechte (Iran) Kategorie:Iranischer Film Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Tschechischer Film Kategorie:Luxemburgischer Film Kategorie:Frauenfilm Kategorie:Gefängnisfilm Kategorie:Islam im Film