Uschi Pomp (* 1959 in Köln; † 2019 in München) war eine deutsche Künstlerin der Art brut.
Werdegang Uschi Pomp wurde 1959 in Köln geboren. Ab 1992 arbeitete sie in der Ateliergemeinschaft Augustinum in Oberschleißheim, einem Kreativlabor für Outsider Art mit angeschlossener Sammlung und Galerie. Uschi Pomp kommunizierte ausschließlich durch das Medium des Bildes, da ihr als Künstlerin mit einer seit Geburt bestehenden geistigen Behinderung die verbale Kommunikation nicht möglich war. Sie war bis 2007 im Atelier tätig. In dieser Zeit schuf sie ein umfangreiches Werk von einigen tausend Arbeiten. 2019 starb sie in München.
Werke von Uschi Pomp wurden in mehreren Ausstellungen gezeigt. Im Jahr 2002 wurde sie mit dem Preis des Euward ausgezeichnet und das Haus der Kunst in München präsentierte Werke der Preisträgerinnen und Preisträger sowie der weiteren Finalistinnen und Finalisten. Sechzig Werke von Uschi Pomp befinden sich in der Sammlung Arnulf Rainer.
Künstlerische Arbeit Innerhalb des Feldes abstrakter Darstellung wirkte Uschi Pomp im Bereich der gestischen Malerei und der Farbfeldmalerei. Sie schuf abstrakte, stark farbige Bilder in Ölkreide auf Papier, vorzugsweise in einem bis zu 100 cm breiten Querformat.
Uschi Pomp malte „aus der vollen körperlichen Bewegung heraus“, und mit Kreidestiften in beiden Händen, die sie in langen Strichbahnen vertikal über das Blatt bewegte und wieder zurück, bis durch die unzähligen Überlagerungen sich fast die gesamte Kreide plastisch in den Malgrund drückte. „Aus einem anfänglichen Gewirr von Einzelstrichen bilden sich bald eingrenzbare Zonen, die im Bildrechteck zueinander in Spannung treten. Mitunter werden sie auch völlig zusammengeführt und durch figurative Elemente überschrieben“. „Die einzelnen Farbschichten modulieren, vermischen, verschmelzen dabei zu einer dichten Farbwirkung“.
Ausstellungen (Auswahl) 2025: Art Brut international. Werke aus der Sammlung Baillod. kulturpunkt im Progr, Bern 2023: Art Brut Biennale, Hengelo 2020: Roots of Abstract. Rathausgalerie der Kunsthalle München 2002: Euward 2. Haus der Kunst, München
Literatur
Einzelnachweise Exposanten. In: Art Brut Biennale. Abgerufen am 8. Februar 2026
Bettina Röhl: Autodidakt mit Handicap sucht Sprungbrett in den Kunstmarkt. In: Art.Salon vom 10. April 2022. Abgerufen am 8. Februar 2026
Biografie Uschi Pomp. In: Atelier Augustinum. Abgerufen am 8. Februar 2026
Andreas Link: Uschi Pomp: Ereignis Farbe. In: Atelier Augustinum. Abgerufen am 8. Februar 2026
Klaus Mecherlein: Abstraktion und Outsider Art. In: Roots of Abstract. Abstraktion in der Außenseiterkunst. Ausstellungskatalog, Rathausgalerie Kunsthalle, 2020, S. 13
Die Preisträger des euward2 (2002). In: Euward. Abgerufen am 8. Februar 2026
Uschi Pomp. In: Euward. Abgerufen am 8. Februar 2026
Art Brut international. Werke aus der Sammlung Baillod. In: kulturpunkt.ch. Abgerufen am 8. Februar 2026
Uschi Pomp – Farbspuren. In: Viola Luz: Wenn Kunst behindert wird: Zur Rezeption von Werken geistig behinderter Künstlerinnen und Künstler in der Bundesrepublik Deutschland. Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8394-2011-9, S. 149ff.
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