Ernst Schneider, auch Ernest Schneider (* 2. August 1817 in Asparn an der Zaya, Bezirk MistelbachMatricula Online – Asparn an der Zaya, Taufbuch, 1808–1821, Seite 58, 5. Zeile; † 14. Februar 1874 in WienMatricula Online – Wien 08., Alservorstadtpfarre, Sterbebuch, 1874–1875, Seite 14, Eintrag Nr. 139, 9. Zeile) war Bezirksvorsteher und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.Schneider, Ernst (Ernest), Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 7. Februar 2026.

Leben Ernst Schneider war Sohn des Oberamtmanns Ignaz Schneider († 1867). Er besuchte ab 1835 Philosophische Jahrgänge und studierte Rechtswissenschaft an der Universität Wien. Von 1842 bis 1843 war er Konzeptspraktikant am Magistrat Krems und wurde 1845 Aktuar am Stiftsgericht Melk. 1846 wurde er Oberbeamter und Verwalter der Herrschaft Aspang und 1850 Staatsanwaltssubstitut in Scheibbs. 1854 wurde er Bezirksvorsteher in Neulengbach (im damaligen Bezirk Hietzing, heute Bezirk St. Pölten), 1868 Statthaltereirat in Wien, wurde zwischen 1867 und 1870 beurlaubt und war ab 1870 Mitglied und Referent der Landeskommission zur Regelung der Grundsteuer in Niederösterreich.

Er starb am 14. Februar 1874 im Alter von 56 Jahren in Wien laut Sterbebuch an „Hirnhautödem“. Sein Leichenbegängnis fand in der Kirche zur heiligen Dreifaltigkeit statt und er wurde am Matzleinsdorfer Friedhof begraben.

Er war römisch-katholisch und ab 1848 verheiratet mit Hermine van Ertwegh, mit der er drei Töchter und einen Sohn hatte, wobei zwei Töchter jung verstorben sind.

Ernst Schneider war von 1861 bis 1871 und von Ende 1873 bis zu seinem Tod am 14. Februar 1874 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (I., II. und III. Wahlperiode), als liberaler Abgeordneter der Landgemeinden (St.Pölten). Sein Nachfolger im Jahr 1871 war Thomas Frölich (auch Thomas Fröhlich), nach dessen Tod am 16. Juli 1873 Schneider aber wieder Landtagsabgeordneter wurde. Von 1866 bis 1871 und 1874 war er im Landesausschuss.

Politische Funktionen Ernst Schneider war vom 12. November 1864 bis zum 20. September 1865 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (I. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Landgemeinden (St. Pölten, Melk, Herzogenburg, Atzenbrugg, Neulengbach, Hainfeld, Lilienfeld, Kirchberg, Scheibbs, Mank, Gaming, Waidhofen an der Ybbs, St. Peter, Amstetten, Haag, Ybbs, Krems, Mautern, Spitz, Langenlois, Gföhl, Persenbeug, Pöggstall, Kirchberg am Wagram, Zwettl, Großgerungs, Weitra, Ottenschlag, Allentsteig, Waidhofen an der Thaya, Raabs, Dobersberg, Litschau, Schrems) zuständig. Er war der Nachfolger des zurückgetretenen Karl Stölzle.

Literatur Biographisches Handbuch Des NÖ Landtages 1861–1921, S. 177

Schneider Ernst In: Stenographische Protokolle des Abgeordnetenhauses des Reichsrates 1861–1918, Jahrgang 0003, III. Session, S. 149 (online bei ANNO).

Weblinks Schneider, Ernst (Ernest), Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments

Einzelnachweise

Kategorie:Absolvent der Universität Wien Kategorie:Beamter (Niederösterreich) Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich) Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Landtagsabgeordneter (Niederösterreich, Kaisertum Österreich) Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Person (Österreich-Ungarn) Kategorie:Geboren 1817 Kategorie:Gestorben 1874 Kategorie:Mann