mini|Gipfel mit dem Gipfelkreuz mini|Gargellner Köpfe, Ostgrat mit seinem Seitengrat, Gipfel mit dem Gipfelkreuz, Ziel des Klettersteigs mini|Gargellner Köpfe, Ostgrat, vom Anstieg aufs Gafierjöchle Die Gargellner Köpfe, auch Gargellener Köpfe, Gargellner Kopf oder in der Schweiz Gargällerchöpf genannt, sind ein Berg mit zahlreichen felsigen Gipfeln im Rätikon. Der Hauptgipfel liegt an der Grenze zwischen Österreich und der Schweiz und ist laut Lidarmessung 2558,8 m hoch, auf den Landkarten ist der Berg teils mit 2558 m und teils mit 2559 m beschriftet.
Beschreibung Die Gargellner Köpfe bestehen aus zahlreichen schroffen Ferlsgipfeln. Vom Hauptgipfel aus gehen drei Grate weg. Einer führt nach Nordwesten entlang dem Rätikon Hauptkamm und der Staatsgrenze, ein zweiter nach Süden, ebenfalls entlang dem Rätikon Hauptkamm und der Staatsgrenze, der dritte führt etwa 400 m nach Osten. Dort verzweigt er sich, der Hauptgrat geht weiter Nordosten, ein kleinerer Seitengrat nach Südosten. Am Ende dieses Seitengrats befindet sich die Bergstation des Sessellifts Gargellner Köpfe.
Am Hauptgrat, rund 430 m östlich vom Hauptgipfel ist ein höherer markanter Gipfel (2478 m) mit Gipfelkreuz. Er ist das Ziel des Klettersteigs. Am Ende des Hauptgrats liegt die Bergstation des Sessellifts Kristallbahn, rund 1090 m nordöstlich des Hauptgipfels.
Lage Der Hauptgipfel liegt auf dem Hauptkamm des Rätikons und auf der Staatsgrenze zwischen Österreich und der Schweiz.
Politische Lage Die Westseite des Hauptgipfels gehört zur Ortschaft St. Antönien, Gemeinde Luzein, Region Prättigau/Davos, Kanton Graubünden, Schweiz. Die Ostseite gehört zur Ortschaft Gargellen, Gemeinde St. Gallenkirch, Bezirk Bludenz, Bundesland Vorarlberg, Österreich.
Lage bezüglich Gebirge Der Berg gehört zum Rätikon und zur Untergruppe Madrisagruppe. Das St. Antönier Joch rund ein Kilometer nördlich ist der Übergang zum Gweil-Sarotla-Kamm. Im Bereich der Gargellner Köpfe verläuft der Hauptkamm des Rätikons von Norden nach Süden. Drei Kilometer westlich beginnt im Valzifenztal die Silvretta.
Lage bezüglich Regionen, Tälern und Gewässern Die Schweizer Seite gehört zur Talschaft Prättigau, zum St. Antöniertal und das Hochgebirgsseitental zu den Gargellner Köpfen und zum Gafierjöche wird Gafia oder Gafiertal genannt. Die entsprechenden Fließgewässer sind Landquart, Schanielabach und Gafierbach. Der Gafiersee liegt direkt südwestlich unter dem Hauptgipfel der Gargellner Köpfe.
Die österreichische Seite gehört zur Region und Talschaft Montafon mit der Ill als Hauptfluss und zu dessen Seitental Gargellental mit dem Suggadinbach. Die Gargellner Köpfe werden nach Nordosten über das Alptobel mit dem gleichnamigen Bach entwässert, nach Südosten über das Madrisatäli mit dem Gandaseebach. In diesem Bereich liegen zwei Speicherbecken für das Skigebiet Gargellen und der Gandasee.
Umliegende Berge, Sättel und Ortschaften Im Umkreis von 5 Kilometern gibt es nur zwei kleine Ortschaften, Gargellen und St. Antönien.
Zustieg Ein Klettersteig namens Schmugglersteig führt auf den Gipfel mit dem Gipfelkreuz über den östlichen Grat. Es gibt zwei Varianten, die schwierigere mit Schwierigkeitsgrad C/D beinhaltet auch zwei Seilbrücken mit 19 und 23 m Länge. Der Schmugglerpfad ist eine Umrundung der Gargellner Köpfe. Ausgehend vom Schafberghüsli bei der Bergstation Schafbergbahn geht man zum St. Antönier Joch und weiter auf die Schweizer Seite zum Gafiersee bis zum Gafierjöchle, von dort wieder nach Österreich hinunter zum Schfberghüsli. Der Weg ist etwa 8,7 km lang mit rund 600 Höhenmetern, die Gehzeit beträgt 3,25 bis 4,5 Stunden je nach Kondition. Im Winter ist das Gebiet beliebt bei Skitourengehern.
Ausblick Der Ausblick ist in alle Richtungen imposant. Vom Hauptgipfel sieht man von Norden im Uhrzeigersinn folgende Berge (Auswahl): Weißplatte, Scheienfluh, Riedkopf, Sarotlaspitzen, Rote Wand, Westlicher Johanneskopf, Mohnenfluh, Spuller Schafberg, Hochjoch, Untere Wildgrubenspitze, Silbertaler Lobspitze, Pflunspitzen, Valschavieler Maderer, Patteriol, Schrottenkopf, Valisera, Vallüla, Südliches Fluchthorn, Großes Seehorn, Piz Buin, Rotbühelspitze, Madrisa, Madrisahorn, Rätschenhorn, Finsteraarhorn (4274 m) in den Berner Alpen, Tödi, Pizol, Naafkopf, Schesaplana, Drusenfluh, Drei Türme, Sulzfluh und viele mehr.
Weblinks
Daten auf peakbagger Beschreibung des Klettersteigs auf bergsteigen.com Grafik des Klettersteigs mit Schwierigkeitsgraden
Einzelnachweise
Kategorie:Rätikon Kategorie:Montafon Kategorie:Geographie (St. Gallenkirch) Kategorie:Luzein Kategorie:Prättigau Kategorie:Klettergebiet in Österreich Kategorie:Grenze zwischen Österreich und der Schweiz