Pow-Wow ist ein Musikalbum von Howard Alden und Ken Peplowski. Die 2007 in den Nola Recording Studios in New York City entstandenen Aufnahmen erschienen am 6. Januar 2008 auf Arbors Records.

Hintergrund Der Gitarrist Howard Alden und der Klarinettist Ken Peplowski hatten bereits zuvor auf mehreren Alben des jeweils anderen mitgewirkt. 1993 erschien ein erstes Duoalbum auf Concord Jazz (Ken Peplowski & Howard Alden). Alden war einige Jahre vor diesen Aufnahmen im Jahr 2006 zur siebensaitigen E-Gitarre gewechselt, nachdem er mit den Meistern George Van Eps und Bucky Pizzarelli gespielt hatte, und erlernte so die Fähigkeit, mit der zusätzlichen Saite eine Basslinie zu spielen.

Der Titeltrack ist eine Komposition von Gitarrist Joe Puma, die auf den Akkordfolgen von Ray Nobles „Cherokee“ basiert. Weiteres Material der Session ist „Did I Remember“ und Interpretationen von Bud Powells „Tempus Fugit“. Bill Evans’ „Very Early“,außerdem das lateinamerikanisch angehauchte „Bossango“ von Joe Puma, eine üppige Interpretation von „The Things We Did Last Summer“ (ein Song, den Dean Martin in den USA populär machte), und ein swingendes „Dream Dancing“. Alden ist a cappella bei dem fast vergessenen Eastwood-Lane-Klassiker „The Land of the Loon“ zu hören. Das Album schließt ab mit „Lucky to Be Me“., ein Lied aus dem Musical On the Town.

Titelliste Howard Alden / Ken Peplowski: Pow-Wow (Arbors Records ARCD 19340) Pow Wow (Joe Puma) 4:02 Dream Dancing (Cole Porter) 6:42 Did I Remember? (Harold Adamson, Walter Donaldson) 6:27 Very Early (Bill Evans) 5:38 Who Knows (Duke Ellington) 2:39 After All (Billy Strayhorn) 5:40 Bossango (Joe Puma) 5:46 I See Your Face Before Me (Howard Dietz, Arthur Schwartz) 3:38 Tempus Fugit (Bud Powell) 3:02 The Land of the Loon (Eastwood Lane) 1:56 The Things We Did Last Summer (Sammy Cahn, Jule Styne) 5:24 Panama (William Tyers) 6:11 Lucky to Be Me (Leonard Bernstein, Betty Comden, Adolph Green) 4:08

Rezeption Ken Dryden verlieh dem Album in Allmusic viereinhalb Sterne und schrieb, beide Musiker seien im Bebop und Swing gleichermaßen zu Hause und würden über ein umfangreiches gemeinsames Repertoire verfügen. Sie zählten zu den Besten an ihren jeweiligen Instrumenten und arbeiteten mit intuitivem Spielverständnis in kühnen, gemeinsam improvisierten Passagen zusammen. Peplowski sei ein versierter Tenorsaxophonist und ein lyrischer Klarinettist.

Nach Ansicht von Andrew Velez, der das Album in All About Jazz rezensierte, eröffnet das Titelstück das Album mit einer so mitreißenden Synchronität, dass Aldens Gitarre und Peplowskis Tenorsaxophon wie ein einziges, vielstimmiges Instrument wirken. Ein weiterer Höhepunkt sei „Did I Remember?“, ein Juwel, das Billie Holiday bei ihrer ersten Aufnahme sang. Für diese nostalgische Melodie wechsle Peplowski zur Klarinette, und gemeinsam mit Alden würde er das Stück mit einer besonders mitreißenden Improvisation beschließen. In Duke Ellingtons selten gespieltem „Who Knows“, das einen Hauch von Bebop versprühe, spiele Peplowski erneut Klarinette und liefere sich ein spielerisches Duell mit Alden. Darauf folgt „After All“, ein besinnliches Stück von Billy Strayhorn, in dem die Wärme von Peplowskis Klarinette sanft von Alden begleitet werde. Mit einem Album, das auf erfrischende Weise beinahe klassische Stücke und weniger bekannte Perlen miteinander verbinde, würden die Interpreten eine ebenso emotional starke wie durch und durch moderne Wirkung ausüben.

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Einzelnachweise

Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Ken Peplowski Kategorie:Album 2008