Diaphania hyalinata ist ein Schmetterling aus der Familie der Crambidae. Die Art wurde 1767 von Carl von Linné als Phalaena hyalinata erstbeschrieben. Das Art-Epitheton hyalinata leitet sich von hyalin für „durchscheinend“ ab. Im Englischen heißt die Raupe „Melonworm“ (wörtlich übersetzt: Melonenwurm), der Falter „Melonworm Moth“ (Melonenwurm-Nachfalter).
Merkmale Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 27–30 mm. Die perlmuttweißen Flügel schimmern leicht und weisen ein breites dunkelbraunes Band entlang des Außenrandes und der Costa auf. Am Hinterleibsende befinden sich pinselartige „Haarstifte“.
Die Eier sind etwa 0,7 mm lang und 0,6 mm breit. Sie sind anfangs weiß oder grünlich und färben sich später gelb.
Ausgewachsene Raupen sind etwa 16 mm lang. Die Raupen sind im ersten Stadium farblos, im zweiten Stadium blass gelbgrün. Im letzten Stadium weisen die Raupen zwei weiße subdorsale Streifen auf, die vom Kopf bis ans Hinterleibsende reichen.
Die Puppe ist 12–15 mm lang sowie 3–4 mm breit mit zwei spitz zulaufenden Enden.
Ähnliche Arten Diaphania nitidalis ist eine ähnliche Art. Die Flügelfärbung der Falter weicht jedoch in Farbe und Form leicht ab. Die Falter und Raupen von Diaphania indica sind sehr ähnlich und lassen sich vermutlich nur mittels einer Genitaluntersuchung der Falter unter dem Mikroskop oder über ein DNA-Barcoding sicher trennen.
Verbreitung Diaphania hyalinata kommt in den tropischen und subtropischen Regionen Süd- und Mittelamerikas vor. Im Norden reicht das Vorkommen bis in die Vereinigten Staaten. Dort erstreckt sich das Verbreitungsgebiet über den Osten der U.S.A. und reicht im Süden über Texas und Arizona bis nach Kalifornien. Die Populationen können sich aber offenbar in den kühleren Regionen nördlich von Süd-Florida und Süd-Texas nicht dauerhaft halten. Weiterhin kommt die Schmetterlingsart auf den Westindischen Inseln vor. 2013 gab es eine Meldung der Art aus dem Sudan in Afrika.
Lebensweise Die Flugzeiten von Diaphania hyalinata liegen in gemäßigten Breiten hauptsächlich zwischen September und Oktober, in südlicheren Breiten (bspw. in Süd-Florida) sind sie ganzjährig zu beobachten. Die Falter sind tagsüber gewöhnlich inaktiv und fliegen nur kurze Strecken, wenn sie aufgeschreckt werden. In Süd-Florida findet im Herbst ein Dispersionsflug der Schmetterlinge nach Norden statt, wo sich die Art aufgrund des Klimas und einer eingeschränkten Nahrungsverfügbarkeit meist nicht dauerhaft etablieren kann.
Die Art kann innerhalb etwa 30 Tagen einen Generationszyklus vollziehen. Im Norden von Florida weist die Art bis zu 3 Generationen auf. Das Vorkommen hängt stark von der Verfügbarkeit der Wirtspflanzen ab. Die Wirtspflanzen von Diaphania hyalinata beschränken sich auf Kürbisgewächse (Familie Cucurbitaceae). Bekannte Wirtspflanzen von wirtschaftlicher Bedeutung sind Gurke (Cucumis sativus), Zuckermelone (Cucumis melo), Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata) und Wassermelone (Citrullus lanatus). Diaphania hyalinata gilt als ein Agrarschädling.
Die Weibchen legen nachts einen Eihaufen an den Knospen, Stängeln oder an der Blattunterseite der Wirtspflanzen ab. Diese bestehen in der Regel aus zwei bis sechs Eierschichten. In Florida schlüpfen die Raupen 3–4 Tage nach der Eiablage. Die Raupen weisen 5 Larvenstadien auf. Sie spinnen sich auf der Blattunterseite ein Gespinst, in dem sie leben. Die Verpuppung findet in einem losen Gespinst statt, häufig an einem umgebogenen Blatt. Das Puppenstadium dauert unter optimalen Bedingungen 9–10 Tage.
Als natürliche Feinde von Diaphania hyalinata werden folgende parasitisch lebende Hautflügler genannt: die Brackwespen Apanteles, Hypomicrogaster diaphaniae und Pristomerus spinator, die Schlupfwespen Agathis texana, Casinaria infesta, Gambrus ultimus, Pimpla marginella und Temelucha sowie Trichogrammatidae.
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