August Bernhard Krische (* 22. August 1809 in Göttingen; † 23. November 1848 ebenda) war ein deutscher klassischer Philologe und Hochschullehrer.

Leben Krische wurde am Göttinger Gymnasium sowie am Ernestinum in Gotha ausgebildet. Er immatrikulierte sich 1828 zum Studium der Philologie an der Universität Göttingen. Bereits während seiner Studienzeit machte er durch die Schrift De societatis a Pythagora in urbe Crotoniatarum conditae scopo politico commentatio auf sich aufmerksam. Seine Promotion zum Doktor der Philosophie erfolgte am 23. Juni 1832 ebenfalls in Göttingen. Dort habilitierte er sich am 17. August 1833.

Krische war ab 1833 als Privatdozent an der Philosophischen Fakultät, deren Assessor er zugleich wurde, bevor ihm 1842 dort eine Stelle als außerordentlicher Professor übertragen wurde. Diese Stelle hatte er bis zu seinem frühen Tod inne. Ab 1847 war er auch Redakteur der Göttinger Studien, die nach seinem Tod nicht fortgeführt wurden. Seine Schriften wurden in Fachkreisen positiv aufgenommen.

Zum Freidenker Paul Krische besteht ein Verwandtschaftsverhältnis.

Werke (Auswahl) De societatis a Pythagora in urbe Crotoniatarum conditae scopo politico commentatio, Dieterich, Göttingen 1831. Die theologischen Lehren der griechischen Denker: eine Prüfung der Darstellung Cicero’s, Dieterich, Göttingen 1840. Ueber Cicero’s Akademika, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1845. Ueber Platon’s Phaedros, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1848.

Literatur Wilhelm Pökel: Philologisches Schriftsteller-Lexikon, Krüger, Leipzig 1882, S. 146

Weblinks

August Bernhard Krische im Catalogus Professorum Gottingensium 1734–1962

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