Die Company of the Royal Adventurers trading to Africa war eine englische Handelsgesellschaft des 17. Jahrhunderts.

Geschichte Gründung Die Gesellschaft wurde auf Betreiben von Ruprecht von der Pfalz, Duke of Cumberland gegründet, der 1652Die Quelle nennt 1562, ein offensichtlicher Zahlendreher eine Kaperfahrt zum Fluss Gambia unternommen hatte und dort Gerüchte über reiche Goldvorkommen hörte. Nach der Stuart-Restauration plante er die Gründung einer Gesellschaft, die mit westafrikanischem Gold und Sklaven handeln sollte. Am 3. Oktober 1660 wurde die Struktur der Gesellschaft beschlossen. Jeder Teilhaber sollte mindestens 250 Pfund investieren.

Am 18. Dezember 1660 erhielt die Gesellschaft eine königliche Charta von Karl II. Der Gesellschaft wurden das Land und die küstennahen Inseln an der Westküste Afrikas zwischen Kap Blanco und dem Kap der Guten Hoffnung für 1000 Jahre zugesprochen, falls Nicholas Crisps Gesellschaft von 1631 erloschen war.Vermutlich die Company of Adventurers of London trading to the ports of Africa, die 1631 eine neue Charta erhalten hatte

Philip Herbert, 5. Earl of Pembroke (1621–1669), William Craven, 1. Earl of Craven (1608–1697), Sir George Carteret (um 1610–1680), William Coventry (1627–1686), Sir Ellis Leighton († 1685) und Cornelius Vermuyden Jr. (1627–1693) wurden als Leiter der Gesellschaft eingesetzt. Die Gesellschaft hatte das Recht, Soldaten anzuwerben. Sie durfte neue Gesellschafter aufnehmen. Der König behielt sich das Anrecht vor, der Gesellschaft beizutreten, mit einem Anteil von nicht mehr als 1/16 des Gesamtvermögens der Gesellschaft. Ferner standen ihm 2/3 aller Einkünfte aus den noch zu erschließenden Goldminen zu.Zook, S. 144. Als weitere Handelsgüter werden „Rotholz“"redwood", ohne lateinischen Namen, Felle und Elfenbein aufgeführt, jedoch keine Sklaven.Zook, S. 145.

Erste Fahrten Karl II. stellte der Gesellschaft die Schiffe Henrietta, Sophia, Amity, Griffin und Kingsale zur Verfügung. Robert Holmes, ein Gefolgsmann von Ruprecht von der Pfalz, wurde zum Oberbefehlshaber ernannt. Die Handelsgüter unterstanden der Kontrolle von William Usticke und weiteren Angestellten der Gesellschaft. Die Fahrt zum Gambia begann am 6. Dezember 1660, wo die Flotte im März 1661 ankam. Holmes besetzte die St. Andrés Island, die Herzog Jakob Kettler von Kurland gehörte, aber schlecht befestigt war. Es brach jedoch ein Feuer aus, das einen Großteil ihrer Handelsgüter zerstörte. Daraufhin wurden Charles Island und James Island besetzt. Holmes kehrte im Mai 1661 nach London zurück. Im Juli folgte die Amity, deren Besatzung durch Krankheiten dezimiert worden war, 38 Seeleute waren gestorben.Zook, Anm. 12. Sie hatte Elfenbein, Wachs und Felle an Bord. Die Fracht wurde für 1.567 Pfund, 8 Schilling verkauft.Zook, S. 146. Dies deckte nur einen Bruchteil der Kosten. Gold war keines gefunden worden. Dessen ungeachtet wurden im Juni 1661 die Blackamoor ausgesandt, im April 1662 die Swallow und noch im selben Jahr Charles, James und Mary.

Neuorganisation mini|Sklavenkeller in Kormentine, Ghana Am 10. Januar 1663 wurde die Charta zurückgezogen, und der König erließ eine neue. Der Name der Gesellschaft war nun The Company of Royal Adventurers of England Trading into Africa.Zook, S. 148. Die neue Gesellschaft hatte das Monopol des Sklavenhandels, aber nur im Gebiet zwischen Ras Nouadhibou und Cape Sallee. Die Anteilseigner wählten einen Leiter (Gouverneur), einen stellvertretenden Leiter und 36 jährlich gewählte Assistenten (Court of Assistents). Ein Exekutivkommittee von sieben Personen war der Versammlung der Assistenten verantwortlich.Zook, S. 148–149. James Stuart wurde zum Leiter auf Lebenszeit berufen, die wöchentlichen Treffen der Assistenten fand in seinen Gemächern in Whitehall statt und er nahm auch regelmäßig daran teil.Zook, S. 151. Der Lordkanzler Edward Hyde, einer der Assistenten und Schwiegervater von James Stuart, befand, die Gesellschaft sei in der Förderung des englischen Handels jeder anderen gleichrangig, sogar der Ostindien-Kompanie, wenn sich denn Erfolge einstellten. 1662 fiel Kormentine aus dem Besitz der Guineakompanie an die Company of Royal Adventurers,Zook, S. 149. später auch Cape Corse in Ghana.Zook, S. 155. Nicholas Crisp forderte dafür eine Entschädigung von 20.000 Pfund, blieb aber trotz einer anfangs positiven Haltung des Königs erfolglos.Zook, S. 149–151.

1663 wurden auf der Blackamore, die dem König gehörte, 373 Sklaven aus Allada nach Barbados verschifft. Nur 150 davon kamen lebend an, eine Sterblichkeit von ca. 60 %.Simon P. Newman: Freedom Seekers. Escaping from Slavery in Restoration London. University of London Press, London 2022, S. 187. Zwischen 1663 und 1672 wurden von der Company of the Royal Adventurers trading to Africa 96 Sklaventransporte durchgeführt, wobei ungefähr 26.666 Gefangene eingeschifft wurden und 20.088 Überlebende in den englischen Kolonien ankamen. Die amerikanischen Plantagenbesitzer fühlten sich durch die Einrichtung der Company of Royal Adventurers of England Trading into Africa benachteiligt und reichten 1667 eine Petition ein.An Answer of the Company of Royal Adventurers of England Trading into Africa, to the Petition and Paper of Certain Heads and Particulars thereunto Relating and Annexed, Exhibited to the Honourable House of Commons by Sir Paul Painter, Ferdinando Gorges, Henry Eatson, Benjamin Skutt, and Thomas Knights, on the behalf of Themselves and Others Concerned in His Majesties Plantations in America (1667). Cambridge University Library, shelfmarkBb*.4.l6(D), 3. In: Lars Magnusson (Hrsg.): Mercantilist Theory and Practice. Band 3: The History of British Mercantilism. Routledge, London 2008, ISBN 1-138-75524-9, S. 69–90 Der Sklavenhandel wurde hier als absolute Notwendigkeit für die Siedler in Nordamerika und der Karibik dargestellt.

Die Gesellschaft ging 1667 in der Folge des Englisch-Niederländischen Krieges, der zumindest teilweise auf Betreiben von Holmes ausgebrochen war, bankrott. Die Niederländer eroberten ihre afrikanischen Besitzungen. 1668 wurde versucht, das Privileg des Goldhandels mit der Goldküste zu verpachten, es erfolgte aber kein Gebot, das die Schulden auch nur annähernd gedeckt hätte.W. Richard Scott: The Constitution and Finance of the Royal African Company of England from its Foundation till 1720. In: American Historical Review. Band 8, Nr. 2, 1903, S. 159. Stable URL: https://www.jstor.org/stable/1832924 1772 wurde die Charta zurückgezogen und versucht, die Schulden auszugleichen.

Die Gesellschaft ging schließlich in der Royal African Company auf.Zu den komplexen Details siehe W. R. Scott: The Constitution and Finance of the Royal African Company of England from its Foundation till 1720. In: American Historical Review Band 8, Nr. 2, 1903, S. 241–259.

Gesellschafter Ruprecht von der Pfalz, Duke of Cumberland James Stuart, Duke of York Karl II. John Colleton, Bruder eines Zuckerpflanzers auf Barbados Nicholas Crisp, Mitglied im Council for Plantations Martin Noell, Sklavenhändler und Mitglied im Council for Plantations Thomas Povey, Mitglied im Council for Plantations Sir Andrew Riccard MP, 1604–1672 Sir John Shaw, ein Zollinspektor

Literatur George Frederick Zook: The Royal Adventurers in England. In: The Journal of Negro History. Band 4, Nr. 2, 1919, S. 143–162.

Einzelnachweise

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